(evp) «Die Evangelische Volkspartei (EVP) befürwortet den Finanzhilfebeitrag an das KSA in der Höhe von 240 Mio. Franken. Sie stellt damit den Versorgungsauftrag für die Gesundheit der Bevölkerung über die finanziellen Schwierigkeiten und bezeichnet die Finanzspritze als alternativlos. Die EVP geht davon aus, dass die Bilanzsanierung nur der erste Teil einer Gesundung des KSA sein kann: Der Patient KSA habe schon verschiedene Therapien erhalten. Wechselnde Strategien durch neue Verwaltungsräte und CEOs forderten zusätzliche Ressourcen, die nie vorhanden waren.
Die nachhaltige Verbesserung der Erfolgsrechnung erfordert deshalb gemäss EVP einen grossen und weisen Einsatz, ist doch das KSA nicht das einzige Spital, das wirtschaftliche Schwierigkeiten hat. Der überregulierte Gesundheitsmarkt führt in einzelnen Disziplinen zur Rosinenpickerei. Weniger rentable Bereiche werden den kantonalen Spitälern überlassen. Zähe Verhandlungen um kostendeckende Tarife sowie parlamentarische Sparübungen für Gemeinwirtschaftliche Leistungen usw. machen den Betrieb eines Zentrumsspitals zu einer
grossen Herausforderung.
Seit langem fordert die EVP kostendeckende Gemeinwirtschaftliche Leistungen für Aufgaben, welche die Spitäler für die allgemeine Gesundheitsversorgung erbringen, ohne sie über Krankenversicherte abrechnen zu können: Vorhalteleistungen für Notfalldienste, Kindermedizin, Ausbildungsverpflichtungen für akademische und berufliche Ausbildungen usw. soll der Kanton kostendeckend bestellen.
Die geplante Portfolioanalyse zur Verbesserung der Erfolgsrechnung muss nach Meinung der EVP mit dem Leistungsangebot des KSB als Kooperationspartner abgeglichen werden. Die Zusammenarbeit der beiden Zentrumsspitäler ist unabdingbar, um weiterhin ein gutes medizinisches Angebot im Aargau anbieten zu können.»