(evp) Die EVP steht dem Projekt VERAS grundsätzlich positiv gegenüber, äussert jedoch Kritik an der zusätzlichen Verkehrsbelastung von Aarau und Oberentfelden in Richtung Autobahn, bemängelt die vorgesehene Veloroute und wünscht sich Planunterlagen im Anhörungsbericht, wie sie in ihrer Medienmitteilung schreibt.
Der Kredit für die Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr (VERAS) erscheine auf den ersten Blick sehr hoch. Bei genauerer Prüfung kommt die EVP Aargau jedoch zum Schluss, dass der Betrag angesichts des Umfangs des Projekts gerechtfertigt sei. Es handle sich um ein Grossprojekt, bei dem die Region spürbar profitiere. «VERAS bringt fürs Wynental einen Zeitgewinn und für Suhr und für alle, die heute zu Stosszeiten durch Suhr fahren müssen eine Entlastung.» Die EVP erklärt sich in der Anhörung «eher einverstanden» mit dem Projekt.
VERAS bringt auch Mehrbelastung
«Mit dem südlichen Abschnitt wird der Verkehr zur Autobahnauffahrt Aarau West geführt, was zu einer deutlich höheren Belastung auf der Achse zwischen Aarau und der Autobahn führen wird. Für diese Verbindung stellt VERAS somit keine Entlastung dar.
Andererseits führen mehr Strassen mit schnelleren Routen zu mehr Verkehr. Die EVP ist deshalb erfreut, dass parallel auch das ÖV-Angebot ausgebaut wird. Dabei sollte aus ihrer Sicht aber auch eine Schnellverbindung ins obere Wynental in Betracht gezogen werden. Sie wünscht sich generell mehr Ausführungen zu den Überlegungen des ÖV. Auch zu Möglichkeiten für Park & Pool vermisst sie Informationen», so die EVP.
Veloroutenführung zu umständlich
Die EVP freue sich, dass der Veloverkehr konsequent mitgedacht worden sei. Bei der Veloroute sieht sie aber erhebliche Mängel: «In Oberentfelden sind zu viele Abzweigungen, was ihre Benützung nicht attraktiv machen wird. Zudem mündet sie weit südlich in die Veloroute 570, dient aber der Fahrt nach Norden. Hier werden Abkürzungen unvermeidlich sein. Die EVP empfiehlt deshalb, diese Routenführung zu verbessern. Bei der Velo-Brücke Hürdli könnten noch mehr Menschen zum Umstieg aufs Velo bewegt werden, wenn der motorisierte Verkehr die Steigung fahren müsste und die Veloroute geradeaus ginge. Allerdings ist nachvollziehbar, dass eine Brückenlösung kostengünstiger ist.»
Zudem regte die EVP Aargau an, in den Berichten jeweils präzisere Karten anstelle von unvollständigen Visualisierungen zu verwenden.