(evp) Am 17. Januar beschlossen die Mitglieder der EVP Aargau in Aarau die Nein-Parole sowohl zur Initiative für eine 13. AHV-Rente wie auch zur Renteninitiative, über welche am 3. März abgestimmt wird.
Die EVP Aargau unterstreicht, dass weder das Giesskannenprinzip einer 13. AHV-Rente noch eine Erhöhung des Rentenalters kurz nach der AHV-21-Reform nachhaltige Lösungen für ein würdevolles und wirtschaftlich sicheres Altern in der Schweiz bieten. Die Partei
setzt auf mehrheitsfähige und zeitlich angemessene Reformen, um den Herausforderungen der Altersvorsorge gerecht zu werden.
Hanspeter Hubmann, Gastreferent und SP-Grossrat, argumentierte zugunsten der 13. AHV-Rente und betonte deren Beitrag zur Bewältigung der steigenden Lebenshaltungskosten. Dr. Roland Frauchiger, EVP-Grossrat, konterte, dass zur effektiven Verhinderung von Altersarmut Mittel gezielt und bedarfsgerecht eingesetzt werden müssten. Die Finanzierung der AHV müsse enkeltauglich gestaltet werden, um auch künftige Generationen im Alter abzusichern. Das Giesskannenprinzip einer 13. Monatsrente, unabhängig vom Bedarf, sei keine nachhaltige Lösung. Nach umfassender Diskussion fasste die Versammlung schliesslich mit grosser Mehrheit die Nein-Parole.
Die Renteninitiative der jungen FDP, die eine Erhöhung des Rentenalters bis 2033 auf 66 Jahre und danach an die Lebenserwartung koppeln möchte, wurde von Timo Stettler, Mitglied des Initiativkomitees, vorgestellt. Lilian Studer, Parteipräsidentin der EVP Schweiz, äusserte Bedenken gegenüber einem erneuten Anstieg des Rentenalters so kurz nach der AHV-21-Reform. Sie betonte die Notwendigkeit einer Verschnaufpause, bevor weitere Reformen angegangen werden. Die Versammlung beschloss mit einer Gegenstimme, die Renteninitiative abzulehnen.