(evp) Die Evangelische Volkspartei (EVP) stellt sich hinter das vom Kanton vorgeschlagene Mammografie-Screening-Programm. Sie befürwortet generell Präventionskampagnen und will Gesundheitsrisiken besser kommuniziert wissen.
Die EVP befürwortet die Einführung eines kantonalen qualitätsgesicherten Mammografie-Screening-Programms mit einem Gesamtaufwand von 12,4 Mio. Franken und einer Laufzeit von zehn Jahren. Sie bemängelt jedoch, dass die bisherigen Sensibilisierungsprogramme gegen Brustkrebs zu stark auf Frauen fokussieren. Auch Männer können – wenn auch weniger häufig – von Brustkrebs betroffen sein. Sie entdecken ihn jedoch zu spät, weil sie aufgrund der frauenspezifischen Präventionskampagnen nicht damit rechnen. Hier müsste gemäss EVP nachgebessert werden.
Die EVP fragt sich zudem, weshalb das Mammografie-Screening-Programm in einer neuen Organisation, die von der Krebsliga Aargau entwickelt werden muss, laufen soll. Sie bedauert, dass die bereits bestehenden Programme aus anderen Kantonen nicht übernommen werden können. Diese verfügen über entsprechendes Fachwissen und Erfahrungen und wären gemäss Anhörungsvorlage auch bedeutend günstiger in der Umsetzung.