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EVP Aargau: «ARA zu gross fürs Auengebiet»

(evp) Die EVP Aargau lehnt die Richtplananpassung ARA-Region Aarau WSU ab. Der vorgesehene neue Standort verbraucht Fruchtfolgefläche, benötige neue Strassen, liege näher an der Grundwasserschutzzone, erweitere das Siedlungsgebiet und tangiere zudem den Auenschutz und einen Wildtierkorridor.

Die EVP Aargau ist weiterhin einverstanden, dass die Abwasserreinigung aus dem Wynen-, Suhren- und Uerkental regional koordiniert werden soll. Ebenfalls sehen wir, dass wenige grössere ARA günstiger betrieben werden können als mehrere kleinere Anlagen. Eine gemeinsame ARA soll grundsätzlich an einem Standort unten im Tal gebaut werden. Auch wenn die Flüsse heute im Sommer immer trockener werden, wäre es nicht sinnvoll, wenn grosse Mengen Abwasser hochgepumpt werden müssten. Zudem ist das gereinigte Ablaufwasser doch nicht so sauber, dass es unverdünnt in einen kleinen Bach gelangen sollte.

Ablehnung für Standort «Lähe/Salenmatt»
Der für die neue ARA vorgesehene Standort «Lähe/Salenmatt» weist aus Sicht der EVP allerdings zu viele Nachteile auf: Erstens liegt er im bewirtschafteten Kulturland (Fruchtfolgeflächen). Zweitens liegt er zwar nicht in der Schutzzone des Grundwassers, das für die Trinkwasserversorgung genutzt wird, aber in dessen Zustromgebiet und näher an der Schutzzone als die heutige Anlage. Drittens würde das Siedlungsgebiet erweitert – wodurch ein Auenschutzgebiet sowie ein Wildtierkorridor tangiert wird – und die ARA nicht mehr im Industrie-Spickel, sondern anschliessend an ein Wohngebiet gebaut. Und nicht zuletzt müsste das Areal für Werkverkehr erschlossen werden.

Die EVP vertritt den Standpunkt, dass am bestehenden Standort festgehalten wird, auch wenn es aufwändiger und allenfalls teurer wird. Technisch lässt sich die Erweiterung am alten Standort realisieren. Wenn nicht genügend Platz im bestehenden Perimeter vorhanden ist, dann soll besser ein zweites ARA mit einem Teil der ersten Reinigungsstufen weiter oben errichtet werden (resp. an einem der bestehenden Standorte bleiben), sodass nur die letzte Reinigungsstufe für das gesamte Einzugsgebiet in Aarau Rohr wäre.

Die EVP erwartet aufgrund der aktuellen Praxis der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission, dass ein Gutachten der ENHK den vorgesehenen Standort sowieso ablehnen würde.