(pd) Das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau wird am neuen Standort eine wichtige Funktion zum Schutz der Bevölkerung wahrnehmen.
Heute Freitag wurde nach der zweieinhalbjährigen Bauzeit der Neubau des Amts für Verbraucherschutz (AVS), das zum Departement Gesundheit und Soziales (DGS) gehört, feierlich eröffnet. Die 80 Mitarbeitenden des AVS dürfen sich über zeitgemässe Labor- und Büroarbeitsplätze freuen. Bis zum Umzug war das AVS am Kunsthausweg 24 und an der Oberen Vorstadt 14 in Aarau untergebracht. Das hundertjährige Laborgebäude am Kunsthausweg 24 war in einem sanierungsbedürftigen Zustand.
Landammann Dr. Markus Dieth, Vorsteher Departement Finanzen und Ressourcen (DFR), freut sich, dass der Neubau auf kantonseigenem Boden fertiggestellt ist. «Mit dem Kauf des Bildungszentrums in Unterentfelden im Dezember 2018 entstand die Möglichkeit, auf dem Grundstück, das im Eigentum des Kantons ist, den Neubau des AVS zu planen und umzusetzen. Das Projekt zeigt, dass Synergien innerhalb des Kantons gesehen und umgesetzt werden.» Für den Neubau bewilligte der Grosse Rat 2021 einstimmig einen Verpflichtungskredit von 48,5 Millionen Franken. Im Auftrag des AVS plante und führte die Immobilien Aargau (IMAG) die Bauarbeiten durch.
Nachhaltigkeit und Biodiversität
In Sachen Nachhaltigkeit ist der Neubau des AVS ein Vorzeigeprojekt. Für den Holz-Hybrid-Pavillon wurden rund 2'600 Kubikmeter Holz aus dem Staatswald verbaut und wo immer möglich kam Recyclingbeton zum Einsatz. Eine Grundwasserwärmepumpe heizt und kühlt das Gebäude. Auf dem Dach des Pavillons ist zur Energiegewinnung eine Photovoltaikanlage installiert. Die überschüssige Energie wird in einer Salzspeicheranlage aufbewahrt und komplettiert das Haustechniksystem. Bei der Umgebungsgestaltung des Neubaus wird auch diversen Biodiversitätsprojekten Rechnung getragen. Markus Dieth, Finanzdirektor und Bauherr ist sehr zufrieden: «Der Kanton bekennt sich auch bei diesem Neubau zu seiner Vorbildfunktion in Sachen Nachhaltigkeit. Das zeigt der Einsatz diverser nachhaltiger Elemente, die in den Neubau eingeflossen sind. Die naturbewusste Umgebungsgestaltung überzeugt ebenso sehr wie die moderne und energieeffiziente Innenausstattung. Die Mitarbeitenden des AVS dürfen sich auf zeitgemässe Räumlichkeiten freuen.» Mit dem optimierten Energieverbrauch, der Förderung von Biodiversität und erneuerbaren Energien und Baustoffen folgt der Neubau der kantonalen Immobilienstrategie 2021–2029 und der Richtlinie «Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften».
Effiziente Arbeitsabläufe
Im Neubau arbeiten alle Sektionen des AVS an einem Standort, was die Arbeitsabläufe deutlich vereinfacht. «So können etwa die Vorbereitungen wie auch die Analytik bei einer Probenbearbeitung auf demselben Stockwerk erfolgen», freut sich Dr. Alda Breitenmoser, Leiterin des AVS. Auch Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, Vorsteher DGS, ist überzeugt, dass der neue Standort dem AVS beste Bedingungen bietet, um in seinen drei Bereichen Lebensmittelkontrolle, Chemiesicherheit und Veterinärdienst weiterhin gute Arbeit leisten zu können. «Das AVS nimmt eine wichtige Funktion zum Schutz der Bevölkerung wahr», betont Jean-Pierre Gallati.