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Vorstand des dtma (von links): Amanda Wildi, Sandra Hauri, Pia Viel, Moritz Portmann, Eveline Wyss, Béa Bieber. Foto: zVg
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dtma stellt Weichen für die Zukunft – Praxisprojekt mit FHNW soll Arbeit der Betreuungsbetriebe vereinfachen

(bb) Wie können Tagesstrukturen und Mittagstische einfacher, effizienter und mit weniger administrativem Aufwand organisiert werden? Mit dieser für viele Betreuungsorganisationen zentralen Frage beschäftigt sich ein neues Praxisprojekt des Dachverbands Tagesstrukturen/Mittagstische Aargau (dtma) gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

An seiner Klausur von heute Mittwoch in Rheinfelden setzte sich der Vorstand des dtma intensiv mit den aktuellen und künftigen Herausforderungen der schulergänzenden Betreuung auseinander. Im Zentrum standen die konkrete Unterstützung der angeschlossenen Organisationen, Weiterbildung, Qualität und Fachkräfte, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betreuung sowie die politische Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen.

FHNW-Praxisprojekt: weniger Administration, mehr Zeit fürs Kerngeschäft
Besonders erfreut zeigte sich der Vorstand über die Zusage der FHNW, das vom dtma eingebrachte Thema als Praxisprojekt aufzunehmen. Die Umsetzung kann bereits im zweiten Halbjahr 2026 beginnen. Die Mitglieder des dtma sollen aktiver Teil des Projektes sein und Basisdaten für die Praxisarbeit einbringen.
Im Zentrum steht die Frage: «Wie können Tagesstrukturen und Mittagstische einfacher, effizienter und mit weniger Administrationsaufwand organisiert werden?» Für viele Tagesstrukturen ist dies hochaktuell. Leitungen und Mitarbeitende sollen möglichst viel Zeit für ihre eigentliche Aufgabe haben: die professionelle Betreuung und Begleitung der Kinder. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Administration, Personalplanung, Kommunikation, Dokumentation und Organisation. Das Praxisprojekt soll deshalb untersuchen, wo Abläufe vereinfacht, Prozesse besser organisiert und vorhandene oder neue Instrumente sinnvoll eingesetzt werden können. Ziel ist ein möglichst konkreter Mehrwert für die dem dtma angeschlossenen Betreuungsorganisationen.
«Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der FHNW. Uns ist wichtig, dass daraus nicht einfach ein theoretisches Papier entsteht, sondern etwas, das unseren Mitgliedern im Alltag tatsächlich hilft. Wenn wir administrative Abläufe vereinfachen können, bleibt mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: gute Betreuung und die Arbeit mit den Kindern», hält der Vorstand des dtma fest.

Beratung der Mitglieder wird weiter gestärkt
Die Klausur zeigte gleichzeitig, wie vielfältig die Herausforderungen der Betriebe sind. Häufige Beratungsanfragen an den dtma betreffen unter anderem Lohn- und Anstellungsfragen, Vereinbarungen und Zusammenarbeit mit Gemeinden und Schulen sowie die Berechnung von Angebotspreisen. Der bestehende Musterordner des dtma ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel.
Der dtma will sein Beratungsangebot deshalb weiter stärken und das im Vorstand vorhandene Fachwissen noch gezielter für die Mitglieder nutzbar machen. Das Beratungsteam wird erweitert und die unterschiedlichen Praxiserfahrungen der Vorstandsmitglieder sollen verstärkt einfliessen.

Resilienz, KI und Zusammenarbeit mit den Schulen
Auch die Weiterbildung bleibt ein Schwerpunkt. Für 2027 will der dtma insbesondere das Thema Resilienz als Bestandteil pädagogischer Konzepte aufnehmen. Dabei geht es um Führung, Wertehaltung, Kommunikation, Konflikte, Teamkultur sowie den Umgang mit Druck und Veränderungen. Daneben beschäftigt sich der Verband mit den neuen Herausforderungen durch KI, Deepfakes, Bildmanipulation und Datenschutz.
Weiterhin Handlungsbedarf sieht der Vorstand bei der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Tagesstrukturen. Diese funktioniert in den Gemeinden sehr unterschiedlich. Der dtma setzt sich dafür ein, Betreuung und Schule stärker auf Augenhöhe zu denken und die Tagesstrukturen bei kantonalen und kommunalen Entwicklungen konsequent einzubeziehen.
Mit dem neuen FHNW-Praxisprojekt, dem Ausbau der Beratung und gezielten Weiterbildungsangeboten will der dtma seinen Mitgliedern damit einen ganz konkreten Mehrwert bieten: weniger administrativer Aufwand, mehr fachliche Unterstützung und bessere Rahmenbedingungen für eine qualitativ gute schulergänzende Betreuung.

Bild: Vorstand des dtma (von links): Amanda Wildi, Sandra Hauri, Pia Viel, Moritz Portmann, Eveline Wyss, Béa Bieber. Foto: zVg