(dm) Die Mitte Aargau unterstützt die Weiterführung des kantonalen Förderprogramms für Energieeffizienz und erneuerbare Energien bei Gebäuden. Der beantragte Verpflichtungskredit für die Jahre 2027 bis 2030 sei ein wichtiges Instrument, um Investitionen in energetische Sanierungen auszulösen, Planungssicherheit zu schaffen und Mittel aus der CO₂-Abgabe in den Kanton Aargau zurückzuholen.
Der Gebäudebereich spielt eine zentrale Rolle bei der Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele. Gerade im Kanton Aargau mit seinem grossen Bestand an älteren Gebäuden braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, damit Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, Gemeinden, Energieversorger und das Gewerbe Investitionen langfristig planen können. Die Mitte Aargau unterstützt deshalb den Verpflichtungskredit im Umfang von brutto 127,8 Millionen Franken, wovon maximal 58,33 Millionen Franken auf den Kanton entfallen, klar. Das Programm ist aus Sicht der Mitte keine Luxusmassnahme, sondern eine pragmatische und wirkungsorientierte Fortführung eines bewährten Instruments.
Gleichzeitig sieht die Mitte Aargau bei einzelnen Anpassungen des Förderprogramms Handlungsbedarf. Kritisch beurteilt sie insbesondere die vorgesehene Streichung der Förderung von Luft-Wasser-Wärmepumpen bei Einfamilienhäusern und mittelgrossen Anlagen. Auch wenn solche Anlagen in vielen Fällen wirtschaftlich betrieben werden können, stellen die hohen Anfangsinvestitionen für viele Eigentümerinnen und Eigentümer weiterhin eine erhebliche Hürde dar. Wird diese einfache und breit akzeptierte Fördermassnahme zu stark zurückgefahren, droht der Heizungsersatz verlangsamt zu werden.
Ebenfalls kritisch sieht die Mitte Aargau den vorgesehenen Wegfall der Förderung für neue oder erweiterte Wärmenetze und Wärmeerzeugungsanlagen. Fernwärmenetze würden politisch zu Recht als wichtiger Pfeiler der künftigen Wärmeversorgung bezeichnet. Dann müssten sie auch entsprechend unterstützt werden. Gerade Wärmenetze könnten eine hohe Wirkung erzielen, Versorgungssicherheit stärken und fossile Heizsysteme in ganzen Quartieren ersetzen. «Wer Fernwärme politisch will, darf den Ausbau nicht finanziell ausbremsen. Wir brauchen ein Förderprogramm, das Investitionen tatsächlich auslöst und nicht nur auf dem Papier gut aussieht», sagt Grossrat Philipp Laube. Die Mitte Aargau fordert deshalb, dass die Förderung von Wärmenetzen weiterhin möglich bleibt und bei Bedarf mit zusätzlichen kantonalen Mitteln gestützt wird. Zudem soll sich der Kanton dafür einsetzen, dass entsprechende Massnahmen beim Bund weiterhin globalbeitragsberechtigt bleiben.
Für die Mitte Aargau ist klar: Das Förderprogramm Energie 2027–2030 soll weitergeführt werden. Es muss aber so ausgestaltet sein, dass es dort wirkt, wo Investitionen besonders wichtig sind: bei energetischen Sanierungen, beim Ersatz fossiler Heizungen und beim Ausbau zukunftsfähiger Wärmenetze.