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Loredana Nigro, Vorstandsmitglied und Regierungsratskandidatin

Die Juso Aargau kandidiert für den Regierungsrat und hat Wechsel im Präsidium

(juso) An ihrer ausserordentlichen Jahresversammlung vom Dienstag im Odeon Brugg hat die Juso Aargau Loredana Nigro für die Regierungsratsersatzwahl vom 18. Oktober nominiert.

Damit erhält die Nachfolge von Stephan Attiger eine linke Kandidatur. Die Versammlung verabschiedete ausserdem Meli Del Fabro aus dem Präsidium und wählte Sophie Heinimann neu ins Co-Präsidium. Zu den eidgenössischen Vorlagen vom 27. September fasste die Juso Aargau die Nein-Parole zur Neutralitätsinitiative und die Ja-Parole zur Ernährungsinitiative.

Mit Loredana Nigro schickt die Juso Aargau eine Kandidatin ins Rennen, die für einen klaren politischen Auftrag steht: Antifaschismus, Queerfeminismus, Antirassismus und Antiableismus. Diese Themen kommen in der Aargauer Regierungspolitik seit Jahren zu kurz, und sie werden in diesem Wahlkampf sonst überhaupt nicht vorkommen. Die Ersatzwahl entscheidet über die Nachfolge von Stephan Attiger, der die Regierung Ende Jahr verlässt.

«Die Juso Aargau tritt mit dieser Kandidatur nicht an, um ein Amt zu verwalten, sondern um eine Auseinandersetzung zu führen, die im Aargau überfällig ist», schreibt die Juso in der Medienmitteilung. Wer im Kanton mit der grössten SVP-Fraktion der Schweiz auf einen stillen Wahlkampf setze, überlasse der Rechten das Feld. Loredana Nigro meint dazu: «Ich kandidiere, um zu zeigen, dass auch wir jungen Menschen eine Chance haben, ein Zeichen zu setzen. Egal aus welchem Milieu wir kommen, wir alle verdienen einen Platz in der Politik.»

Die Versammlung verabschiedete zudem Meli Del Fabro herzlich aus dem Präsidium. Meli hatte die Juso Aargau über Jahre geprägt, aufgebaut und in politisch schwierigen Momenten zusammengehalten. Neu gewählt wurde Sophie Heinimann: Sie wird gemeinsam mit dem im Amt bestätigten Ugur Diktas das Co-Präsidium bilden. Sophie Heinimann, neue Co-Präsidentin der Juso Aargau, meint: «Ich freue mich auf dieses Amt. Mein Ziel ist es, unsere Mitgliederbasis zu stärken und unsere materialistische Analyse weiterzuentwickeln. Zudem möchte ich linke Ideen in die Gesellschaft tragen.»

Zur Neutralitätsinitiative fasste die Versammlung die Nein-Parole. Zur Ernährungsinitiative die Ja-Parole. Daneben führte die Versammlung intensive Diskussionen zu parteistrategischen Fragen und erledigte die statutarischen Geschäfte.

Bild: Loredana Nigro, Vorstandsmitglied und Regierungsratskandidatin
Foto: zVg