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Die IG Nord erhebt Einsprache gegen die Betriebsreglementsänderung und möchte eine «gerechte Luftfahrtpolitik»

(pd) Die IG Nord und 13 Gemeinden aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Aargau haben beim Bundesamt für Zivilluftfahrt Einsprache gegen das ergänzte Gesuch zur Änderung des Betriebsreglements 2014/2017 eingereicht. Die weiterhin unfaire Konzentration auf den Norden, die ungenügende Lärmreduktion und die Einschränkungen bei  der Siedlungsentwicklung sind die Gründe dafür.

Vom Flughafen profitiert die gesamte Grossregion. «Es kann nicht sein, dass den IG-Nord-Gemeinden übermässig viel Fluglärm aufgebürdet wird. Die mit dem Betriebsreglement weiterhin mögliche Nordkanalisierung der Flugbewegungen ist unfair, unsolidarisch und widerspricht dem Rechtsgleichheitsgebot», schreibt die Interessengemeinschaft in ihrer Medienmitteilung. Starts und Landungen müssten gemäss dem Grundsatz «Safety first» und den Empfehlungen der Sicherheitsüberprüfung 2012 gleichmässiger auf alle Himmelsrichtungen verteilt werden.

Lärmschutz für weniger Lärmbelastung

Die geplanten Anpassungen würden Lärm insbesondere nachts und bei Verspätungen nicht wirksam reduzieren. Die IG Nord verlangt Lösungen, die die Bevölkerung im Norden spürbar entlasten und die Lasten gerechter verteilen. Das geltende Nachtflugverbot muss konsequent eingehalten werden. Der Flughafen und die Fluggesellschaften haben die Ruhebedürfnisse der Bevölkerung zu respektieren.

Raumplanung und Siedlungsentwicklung ermöglichen

Die Gemeinden benötigen Spielraum für die Siedlungsentwicklung und den Werterhalt von Grundstücken und Liegenschaften. Die IG Nord fordert, dass raumplanerische Einschränkungen vermieden werden. Die IG-Nord-Gemeinden, die beteiligten Kantone, der Bund und der Flughafen müssen bei Vorhaben mit Auswirkungen auf die Raumplanung neu auf Augenhöhe zusammenarbeiten können. Die IG-Nord-Gemeinden müssen bei solchen Vorhaben von Beginn an einbezogen werden.

Über die IG-Nord

Die IG-Nord ist ein Zusammenschluss von 13 Gemeinden aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Aargau im Norden des Flughafens Zürich-Kloten. Die IG-Nord setzt sich für den Schutz ihrer Bevölkerung gegen übermässigen Fluglärm ein. Sie nimmt die Interessen der Gemeinden zur Sicherung ihrer Entwicklungsmöglichkeiten, ihrer Siedlungsqualität und des Werts der Grundstücke wahr und ergänzt damit die generellen Ziele des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ). Damit gibt die IG-Nord der Bevölkerung und den Gemeinden nördlich des Flughafens eine unüberhörbare Stimme. Weitere Informationen auf www.ignord.ch

Die sechs Kernforderungen der IG-Nord

▪ Solidarische Verteilung des Fluglärms
▪ Keine Verstärkung der Nordausrichtung
▪ Konsequente Einhaltung des Nachtflugverbots
▪ Maximal 320'000 Flugbewegungen pro Jahr
▪ Kein Ausbau des Pistensystems
▪ Sicherung der Siedlungsentwicklung

Die 13 Gemeinden der IG-Nord

▪ Bachenbülach (ZH)
▪ Buchberg (SH)
▪ Bülach (ZH)
▪ Eglisau (ZH)
▪ Glattfelden (ZH)
▪ Hochfelden (ZH)
▪ Höri (ZH)
▪ Lengnau (AG)
▪ Neerach (ZH)
▪ Neuenhof (AG)
▪ Rüdlingen (SH)
▪ Stadel (ZH)
▪ Winkel (ZH)