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Die EBL senkt die Strompreise 2027 erneut

(ebl) Die Strompreise im Versorgungsgebiet der EBL sinken 2027 für alle Kundengruppen. Sowohl die Energie- als auch die Netztarife werden reduziert. Gleichzeitig führt die EBL eine neue Tarifstruktur ein, die die tatsächliche Beanspruchung des Stromnetzes stärker berücksichtigt. Die neuen Tarife gelten ab 1. Januar 2027.

Die Energietarife sinken dank tieferer Marktpreise und Effizienzgewinnen. Auch die Netztarife werden günstiger. Gründe dafür sind tiefere Kosten im vorgelagerten Stromnetz sowie tiefere Kosten für Netzdienstleistungen.

Durchschnittlicher Haushalt spart knapp 102 Franken
Ein Vierpersonenhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4500 Kilowattstunden bezahlt 2027 für das Standardprodukt «EBL Blau» durchschnittlich 1257 Franken. Das sind knapp 102 Franken weniger als im Vorjahr. Der durchschnittliche Strompreis sinkt um 7,5 Prozent beziehungsweise 2,26 Rappen pro Kilowattstunde von 30,20 auf 27,94 Rappen pro Kilowattstunde.

Auch Gewerbekunden werden entlastet. Ein Kleinbetrieb mit einem jährlichen Stromverbrauch von 53 000 Kilowattstunden bezahlt rund 522 Franken weniger als im Vorjahr. Der durchschnittliche Strompreis des Standardprodukts sinkt um 4,0 Prozent beziehungsweise 0,98 Rappen pro Kilowattstunde von 24,32 auf 23,34 Rappen pro Kilowattstunde.

Neue Tarifstruktur für ein modernes Stromnetz
Mit dem Tarifjahr 2027 entwickelt die EBL ihre Tarifstruktur weiter. Für Kundinnen und Kunden mit Smart Meter wird eine Leistungskomponente eingeführt. Sie berücksichtigt neben dem Stromverbrauch auch, wie stark das Netz zu einem bestimmten Zeitpunkt beansprucht wird. Gleichzeitig stellt die EBL die Energie- und Netznutzungstarife von einem Hoch-/Niedertarif auf einen Einfachtarif um. Ergänzt wird die Tarifstruktur durch neue Wahltarife für Wärmepumpen und steuerbare Verbraucher (Elektroboiler und Speicherheizungen) sowie für Kunden mit Energiemanagementsystemen.

Damit trägt die EBL den Veränderungen im Energiesystem Rechnung. Wärmepumpen, Elektromobilität und die dezentrale Stromproduktion stellen neue Anforderungen an die Netzinfrastruktur. Die angepassten Tarife schaffen die Grundlage für eine verursachergerechte, zukunftsorientierte und regulatorisch nachhaltige Tarifgestaltung.