(pd) Am Dienstagabend fand im kultur & kongresshaus Aarau der 13. Jahresanlass des Hightech Zentrum Aargau statt. Regierungsrat Dieter Egli formulierte das Motto: Spitzentechnologie, Spitzendienstleistungen, Spitzenprodukte.
«Wir leben in anspruchsvollen Zeiten», sagte Peter Gehler, der Verwaltungsratspräsident des Hightech Zentrum Aargau AG in seiner
Eröffnungsrede. Es gehe für die Schweiz um die Wahrung ihres wirtschaftlichen Wohlstandes, und der Weg dahin führe über kleinere und grössere Produktivitätsgewinne.
Wie das Hightech Zentrum Aargau HTZ die Aargauer Unternehmerinnen und Unternehmer dabei unterstützt, schilderte Geschäftsführer Martin Bopp: Die 13 Technologie- und Innovationsexpertinnen und Experten des HTZ begleiten Jahr für Jahr Hunderte von Unternehmen bei ihren Innovationsprojekten. Sie identifizieren Know-how-Träger in der Hochschullandschaft und helfen bei der Formulierung von Förderanträgen. «Es gibt in der Schweiz etliche regionale und kantonale Innovationsförderstellen, aber keine ist so stark auf den Wissens- und Technologietransfer fokussiert wie das HTZ», sagte Bopp im vollbesetzten Saal des kultur & kongresshaus aarau.
Für den Kanton Aargau als Eigentümer des HTZ sprach Regierungsrat Dieter Egli. In seinem Grusswort brachte der Volkswirtschaftsdirektor die Botschaft des Abends auf die Formel: «Spitzentechnologie, Spitzendienstleistungen, Spitzenprodukte». Ausgangspunkt jeder Exzellenz, so Egli, bilde eine gute Idee, und es sei die Aufgabe des HTZ, «guten Ideen auf die Sprünge zu helfen».
Die Keynote hielt der international bekannte Ethik-Professor Peter G. Kirchschläger. Der Leiter des Instituts für Sozialethik der Universität Luzern widmete sich den Chancen und Risiken datenbasierter Systeme und lotete den Unterschied zwischen Mensch und KI aus. Anschliessend gehörte die Bühne drei Aargauer Unternehmen. Sie stellten aktuelle, vom HTZ geförderte Innovationsprojekte vor.
Den Anfang machte Schärer Schläpfer, ein weltweit gefragter Nischenanbieter chemischer Grundprodukte für Reinigungsmittel, Lacke und Medikamente. Mithilfe der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW konnte das Rothrister Unternehmen die Echtzeitüberwachung chemischer Reaktionen automatisieren.
Das Softwarehaus Braso aus Schöftland entwickelt digitale Tools für die Elektrobranche. Zusammen mit der Ostschweizer Fachhochschule OST habe man nun ein KI-basiertes System zur Erleichterung der Offertstellung entwickelt, erklärte Vivienne Lorenc, die Marketingleiterin des Familienunternehmens.
Die Birchmeier Sprühtechnik AG schliesslich produziert Handsprühgeräte für Garten und Haushalt. Der Exportanteil liegt bei rund 70 Prozent. Dank der Zusammenarbeit mit diversen Fachhochschulen gelingt es, die technische Marktführerschaft zu halten
und auszubauen.
Für wahre Exzellenz, so Regierungsrat Dieter Egli, brauche es auch den offenen und freien Austausch von Ideen. Beim abschliessenden Apéro hatten die 200 Teilnehmenden des 13. Jahresanlasses Gelegenheit dazu.