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Das war die erste Pride im Aargau

(pd) Gestern Samstag fand erstmals eine Pride im Kanton Aargau statt. Unter dem Motto “Keine*r steht alleine - auch im Aargau nicht” demonstrierten und feierten rund 2000 Menschen in Aarau.


“Es ist ein Glück, queer zu sein!” Mit diesen Worten eröffnet SP-Nationalrätin Anna Rosenwasser die Pride Aargau. Es ist einer der letzten warmen Sommertage, am Rathaus und der Kirche hängen Regenbogenfahnen und aus dem ganzen Kanton reisen queere Jugendliche, ältere Menschen, Regenbogenfamilien und Verbündete an. Etwa 2000 Menschen sind es dann an der ersten Pride in
Aarau: Bunt, laut und fröhlich ziehen sie durch die Stadt. Viele Passant*innen winken, klatschen oder laufen mit, die Stimmung ist gut und bestärkend. Trotz Drohungen und Beleidigungen im Vorfeld bleibt es ruhig und kommt zu keinen Ausschreitungen.
Nach dem Umzug geht es auf dem Maienzugplatz weiter: Silvia Dell’Aquila begrüsst die Anwesenden im Namen des Stadtrats und zeigt sich berührt: “Das ist heute ein besonderer Tag für mich.” Auch wenn es viele Fortschritte gegeben hat, sind die queere Community und besonders trans Menschen auch im Aargau immer wieder Opfer von politischen Hasskampagnen und gewalttätigen Übergriffen. Diskriminierung ist immer noch Realität und gefährdet die psychische Gesundheit von queeren Personen. “Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere Community sichtbar machen und dass es auch in der Kleinstadt Aarau und im Kanton Aargau eine Pride gibt”, erklärt Dell’Aquila. Darauf folgen verschiedene Beiträge von Drag-Künsler*innen, darunter Paprika
und La Mer und ein Poetry Slam von Ianique. Es gibt eine Bar, eine Bastelecke für Kinder und einen Infostand zur sexuellen Gesundheit.
Hinter der Pride Aargau stehen Freiwillige, die zu diesem Zweck im letzten Frühling den Verein “Pride Aargau” gegründet haben. Fast aus dem Nichts hatte sich eine Gruppe gebildet, die gemeinsam über die letzten Monate diesen Tag auf die Beine gestellt und Bühnen, Sicherheitspersonal, Werbung, unzählige Helfer*innen, Reden, Musiker*innen, eine Demoroute und Bewilligung organisiert hat. Finanziert wurde die Pride durch Spenden von Organisationen und Parteien und ein Crowdfunding.