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Füllinsdorf: Der Eisvogel, Vogel des Jahres 2026. Foto © Christopher Keeley
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Das Museum.BL zeigt neue Naturschätze aus dem Baselbiet

(pd) Ein spannendes Wettrennen liefern sich die Baselbieter Gemeinden jährlich um ein Naturporträt im Museum.BL in Liestal. Die Gewinner-Gemeinden 2025, Buckten, Langenbruck und Füllinsdorf, werden an der Vernissage am Freitag, 30. Oktober, mit ihren Naturschätzen in die Ausstellung «Wildes Baselbiet» einziehen.

Damit gehören sie zu 45 Naturporträts, die die Vielfalt der Flora und Fauna des Baselbiets zeigen. Die neuen Naturporträts berichten vom geheimnisvollen Luchs und vom Vogel des Jahres, dem Eisvogel, von der Bachforelle mitten im Wohn- und Gewerbegebiet und vom Wald, der vor Steinschlag schützt. Das Museum.BL zeigt die Fülle von Naturparadiesen, die die Region Basel zu einem ökologisch äusserst interessanten und bedeutenden Lebensraum machen: In jeder der 86 Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft gibt es besondere Naturschätze, die sich oft erst bei genauerem Hinschauen offenbaren und umso mehr überraschen. An der Vernissage erleben die Besuchenden die Enthüllung der neuen Gemeindetafeln, die sie in der Ausstellung «Wildes Baselbiet. Tieren und Pflanzen auf der Spur» entdecken können, und sie erfahren, welche drei Gemeinden im kommenden Jahr ihre Naturgeschichten im Museum.BL erzählen werden.
Denn das Wettrennen geht weiter und alle können mitbestimmen – online oder mit einem Beitrag ins «Gemeindekässeli» in der Ausstellung. Das Online-Voting beginnt wieder nach der Vernissage. Und das sind die neuen Naturporträts:

Langenbruck: Dieser junge männliche Luchs wurde im trockenen Sommer 2022 in Langenbruck fotografiert, als er Wasser suchte. Er erhielt die Nummer B958. Seit 2025 verlor sich seine Spur. Foto © Philipp KernLangenbruck. Dem Luchs auf der Spur Das Passdorf Langenbruck ist die südlichste und höchstgelegene Gemeinde des Kantons Basel-Landschaft. In Langenbruck ist das Baselbiet wieder richtig wild, denn in den Wäldern leben zahlreiche grosse Wildtiere, die lange Zeit in der Schweiz ausgerottet waren. Hier fühlt sich auch die grösste Wildkatze Europas besonders wohl: der Eurasische Luchs. In den Wäldern findet er Rehe und Gämsen, seine bevorzugte Beute. Luchs und Co. werden in Langenbruck mit Fotofallen dokumentiert, ein wertvoller Beitrag zur Erforschung unserer grossen Wildtiere. Sogar der Rothirsch kehrt ins Baselbiet zurück, wie Fotofallenbilder aus Langenbruck beweisen.

Die Wälder an den Hängen des Homburgertals schützen Strasse, Bahnlinie und Siedlungsgebiet vor Steinschlägen und Hangrutschen. Foto © Museum.BLBuckten. Im Schutz der Bäume Der Wald an den steilen Hängen des Homburgertals, rund um das Passdorf Buckten, erfüllt eine besondere Aufgabe: Er ist ein Schutzwald. Die Bäume stabilisieren den felsigen Hang und verhindern, dass Felsbrocken auf das Siedlungsgebiet, die Strasse oder die Bahnstrecke stürzen. Damit der Schutzwald seine Funktion erfüllen kann, müssen verschiedene Baumarten in unterschiedlichen Altersstufen vorkommen. Den Wald an den steilen Hängen zu bewirtschaften, ist eine Herausforderung. Es kommen Seilbahnen und manchmal sogar ein Helikopter zum Einsatz.

Füllinsdorf: Die Ergolz bei Füllinsdorf ist ein geeigneter Lebensraum für Eisvögel und Bachforellen. Die neu geschaffenen Eisvogelwände (rechts) werden bereits rege genutzt. Foto © Museum.BLFüllinsdorf. Lebensader Ergolz Die Ergolz ist die Lebensader des Baselbiets. Sie ist Lebensraum für zahlreiche Tiere, auch für den Vogel des Jahres 2026, den Eisvogel. In Füllinsdorf wurden im Jahr 2020 zwei neue Eisvogelwände erschaffen. Inzwischen werden sie rege genutzt. Das fliegende Juwel ernährt sich hauptsächlich von kleinen Fischen. Dort, wo die Eisvögel in Füllinsdorf vorkommen, gibt es auch Bachforellen, die im naturnahen Bett der Ergolz ihre Laichgruben anlegen. Trockenheit und Hitze sind für die Forellen sehr stressig, denn sie mögen ihr Wasser gerne kühl und sauerstoffreich. Umso erstaunlicher ist es, dass die Bachforelle in der Ergolz natürlich laicht – mitten im Wohn- und Gewerbegebiet.

Bilder
Erstes Bild: Füllinsdorf: Der Eisvogel, Vogel des Jahres 2026. Foto © Christopher Keeley
Zweites Bild: Langenbruck: Dieser junge männliche Luchs wurde im trockenen Sommer 2022 in Langenbruck fotografiert, als er Wasser suchte. Er erhielt die Nummer B958. Seit 2025 verlor sich seine Spur. Foto © Philipp Kern
Drittes Bild: Buckten: Die Wälder an den Hängen des Homburgertals schützen Strasse, Bahnlinie und Siedlungsgebiet vor Steinschlägen und Hangrutschen. Foto © Museum.BL
Viertes Bild: Füllinsdorf: Die Ergolz bei Füllinsdorf ist ein geeigneter Lebensraum für Eisvögel und Bachforellen. Die neu geschaffenen Eisvogelwände (rechts) werden bereits rege genutzt. Foto © Museum.BL