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Eine Katze wird mit einem Lesegerät auf ihren Mikrochip überprüft – die Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen soll im Aargau ab 2028 obligatorisch werden.

Chip-Pflicht für Katzen im Aargau: Wie weiter?

(pd) Der Aargauer Grosse Rat hat 2024 eine Motion zur Chip-Pflicht für Katzen angenommen. Ab 2028 soll jede Katze im Aargau gechipt werden müssen. Über die konkrete Umsetzung herrscht allerdings politische und juristische Uneinigkeit.

Mit der Annahme der Chip-Pflicht für Katzen im Grossen Rat gehört der Aargau zu den Vorreiterkantonen. Die Diskussion im Bundesparlament zu einer nationalen Chip-Pflicht für Katzen hat jedoch letztes Jahr gezeigt, wie umstritten das Thema ist. Was für Hunde längst selbstverständlich ist, scheint für Katzen und deren Halter unzumutbar: die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung mit einem Chip und die Registrierung. Laut der aktuellen Tierstatistik von Identitas sind im Aargau 74’000 Katzen registriert. Der Aargauer Regierungsrat schätzt die tatsächliche Hauskatzenpopulation im Kanton jedoch auf 140’000.

Streitpunkt Katze: Chip-Pflicht und Verantwortung

Am 11. November findet im Naturama Aargau ein kontradiktorisches Podium zur Umsetzung der Chip-Pflicht für Hauskatzen statt. Unter der Leitung von Bettina Walch, ehemalige Journalistin von Radio SRF, diskutieren:

– Karin Faes, Mitmotionärin und ehemalige FDP-Grossrätin
– Christoph Hagenbuch, SVP-Grossrat und Präsident des Bauernverbands Aargau
– Astrid Becker, Präsidentin des Aargauer Tierschutzvereins
– Gertrud Hartmeier, Präsidentin von BirdLife Aargau und ehemalige Tierärztin

Was bringt eine Chip-Pflicht für Katzen für die Tiergesundheit und die Artenvielfalt im Aargau? Wie lässt sich die Chip-Pflicht für Hauskatzen in der Praxis umsetzen – sowohl für die Halter als auch für die Tierarztpraxen? Welche politischen und juristischen Hürden müssen überwunden werden? Welcher Weg führt eher zum Ziel: eine gesetzliche Pflicht oder individuelle Verantwortung?

Das Podium des Bereichs Naturförderung des Naturama Aargau greift das politisch aktuelle und emotional aufgeladene Thema der Chip-Pflicht für Katzen auf und möchte einen konstruktiven Beitrag zur kontroversen Debatte leisten. Diese bewegt sich im Spannungsfeld zwischen überfüllten Tierheimen, der Verantwortung von Katzenhaltern, der Regulierung der Katzenpopulation und dem negativen Image der Hauskatze als «Biodiversitätskillerin».

Das Podium «Streitpunkt Katze: Chip-Pflicht und Verantwortung» findet am 11. November 2026 von 18:30 bis 20:00 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Anschluss gibt es einen kleinen Apéro. Der Anlass wird durch die Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau ermöglicht und ist Teil des Rahmenprogramms zur aktuellen Sonderausstellung «Die Katze. Unser wildes Haustier» im Naturama Aargau.

Podium «Streitpunkt Katze: Chip-Pflicht und Verantwortung»

Datum: Mittwoch, 11. November 2026
Zeit: 18.30 bis 20 Uhr, anschliessend kleiner Apéro
Ort: Naturama Aargau, Aarau
Eintritt: kostenlos
Anmeldung: naturama.ch/26-052

Bild: Eine Katze wird mit einem Lesegerät auf ihren Mikrochip überprüft – die Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen soll im Aargau ab 2028 obligatorisch werden.
Foto: ©martinedoucet/istock