(fhnw) An der gestrigen ausserordentlichen Townhall informierte die Pädagogische Hochschule FHNW (PH FHNW) die Mitarbeitenden über die geplante Reorganisation im Rahmen des Weiterentwicklungsprojekts «Perspektive:PH (P:PH)».
Im Mittelpunkt stehen ein klarer Produktfokus der Studiengänge sowie die Bündelung der Forschung. Das Ziel besteht darin, Lehre und Forschung zu stärken, Strukturen finanzierbar zu gestalten und neue Spielräume für Innovation zu schaffen.
Strategischer Rahmen und Zielbild
Die Reorganisation setzt die Strategie 2035 der PH FHNW um. Diese verfolgt die Vision «Wissen. Können. Zukunft bilden.» und die Mission «Gemeinsam für starke Lehrpersonen und pädagogische Fachpersonen.» Daraus leiten sich drei Kernziele ab: Lehre, die begeistert, Forschung und Entwicklung mit hohem Impact und finanzierbare Strukturen und Angebote.
Strukturmassnahmen, Steuerung und Zusammenarbeit
Die Institute bleiben bestehen, ihre interne Struktur ändert sich jedoch und wird neu ausgerichtet. Die Studiengangsinstitute (Institut Kindergarten-/Unterstufe, Institut Primarstufe, Institut Sekundarstufe I und II und Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie) fokussieren ihre Tätigkeiten künftig auf die Ausbildung. Damit verbunden ist das Ziel das Studium noch kongruenter und praxisbedeutsamer zu gestalten und den Studierenden durch organisatorische Vereinfachungen ein attraktives Studienerlebnis zu bieten.
In den Studiengangsinstituten werden die bisherigen 38 Professuren (Organisationseinheiten) aufgehoben und in 23 interdisziplinären Bereichen organisiert. Diese Bereiche haben keinen eigenen Forschungsauftrag. Die Forschung wird gebündelt: Sie wird im Institut Forschung & Entwicklung (IFE) konzentriert und in fünf neu ausgerichteten Forschungszentren organisiert. Zukünftig sind Professor*innen in den Studiengangsbereichen angestellt, erteilen dort Lehre und führen ihre drittmittelgestützten Projekte im Institut Forschung & Entwicklung durch.
Im Institut Weiterbildung und Dienstleistung (IWD) werden die drei Professuren
(Organisationseinheiten) am bisherigen Institut Weiterbildung und Beratung werden aufgehoben. Künftig wird das neue IWD sieben thematische Ressorts gegliedert: «Lehrplan und Fächer», «Schule und Unterricht», «Bildung und Digitalität», «Vielfalt und Teilhabe», «Professionen und Laufbahnen», «Hochschule und Gesellschaft» sowie «Bildungsevaluation».
Zeitplan, Feedbackschlaufe und Transparenz
Vom 21. Januar bis 27. Februar 2026 läuft eine interne und externe Feedbackschlaufe (Träger, Beiräte, Verbände). Der Start der neuen Struktur erfolgt technisch auf den 1. März 2027. Finanzielle Zielgrösse und Wirkung. Mit P:PH sollen jährlich 5 Mio. Franken eingespart werden – 2 Mio. CHF in der Struktur und 3 Mio. Franken in der Ausbringung des Studienangebots. Der strukturelle Beitrag resultiert wesentlich aus der Reduktion von Leitungsstunden durch den Wegfall der bisherigen Professuren (Organisationseinheiten), weniger Funktionszulagen sowie einem voraussichtlich tieferen Bedarf an administrativen Assistenzen. Die Einsparungen werden schrittweise wirksam und schaffen Gestaltungsspielräume für Entwicklung und Innovation.
Sozialverträgliche Umsetzung
Die PH FHNW verpflichtet sich zu GAV-konformer, transparenter Prozessgestaltung. Sie informiert ihre Mitarbeitenden seit Q3/4 2025 regelmässig und führt aktiv Einzelgespräche. Ziel ist, für alle Betroffenen passende Lösungen zu finden; wo dies nicht möglich ist, werden sozialverträgliche Optionen gemäss GAV gesucht.
Nächste Meilensteine (Auswahl)
- 21. Januar–27. Februar 2026: Feedbackschlaufe intern und extern
- 20. Januar–20. Februar 2026: Interne Interessensbekundungen für Führungsfunktionen
- 11./12. März (ev. April) 2026: Beschluss Hochschulleitung (HSL) zur finalen Struktur; Folgeveranstaltungen im April
- Bis Juli 2026: Grossteil der neuen Funktionen besetzt; Beschäftigungsgrade geklärt
- 27. August 2026: Strategietag PH FHNW – gemeinsamer Start in die neue Struktur - 1. März 2027: Technische Umsetzung Struktur