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BL: Standortbestimmung zum Sprachenkonzept abgeschlossen

(pd) Am 3. Dezember 2025 fand die Validierungskonferenz zur schweizweit ersten und einzigen Standortbestimmung zum Sprachenkonzept der EDK statt. Vertretungen aller beteiligten Anspruchsgruppen beurteilten Vorschläge zum künftigen Umgang mit Französisch und Englisch an der Volksschule. Der Schlussbericht zuhanden der Nachfolge von Bildungsdirektorin Monica Gschwind wird Ende Dezember 2025 vorliegen.

Im Kanton Basel-Landschaft wird Französisch ab der 3. Klasse der Primarschule und Englisch ab der 5. Klasse unterrichtet. Dieses Sprachenkonzept wurde 2010 vom Landrat beschlossen und ab Schuljahr 2012/13 eingeführt, um Vorgaben aus dem HarmoS-Konkordat zu erfüllen. Anlässlich der Abstimmung zur Initiative «Stopp der Überforderung von Schüler/innen: eine Fremdsprache an der Primarstufe genügt» 2018 stellte Bildungsdirektorin Monica Gschwind eine Standortbestimmung zur Wirksamkeit des Konzepts in Aussicht. Mit der Validierungskonferenz in der Aula der Sekundarschule Sissach wurde der letzte Meilenstein erreicht.
Im Rahmen der Konferenz diskutierten rund 50 Vertretungen der Schulleitungskonferenzen, der Lehrpersonen, der Schulräte und Gemeinden, der Landratsfraktionen sowie von Wirtschafts- und Branchenverbänden eine Vielzahl von möglichen Massnahmen, die zu einer Verbesserung der Sprachkompetenzen in Französisch und Englisch am Ende der obligatorischen Schulzeit führen sollen.

Mehrstufiges Verfahren mit Vorbildcharakter
Diese Vorschläge wurden zusammen mit Fachlehrpersonen von Primar- und Sekundarschulen sowie dem Fachgremium Lehrplan auf Basis einer Gesamtschau erarbeitet. Diese wiederum gründete auf einer systematischen Auswertung bestehender Studien zum Fremdsprachenerwerb in der Schweiz, von Zusatzauswertungen zu Checks und ÜGK-Ergebnissen im Kanton Basel-Landschaft, von Befragungen und Gruppeninterviews sowie weiteren Grundlagen und mit Unterstützung einer spezialisierten Beratungsfirma erstellt. Ein wissenschaftlicher Beirat garantierte dabei die Belastbarkeit von Methodik und Ergebnissen.
Bildungsdirektorin Monica Gschwind zeigte sich stolz: «Die Standortbestimmung zum Sprachenkonzept ist nach den umfassenden wissenschaftlichen Arbeiten, dem Austausch auf Fachebene und einer ersten politischen Beurteilung von möglichen Massnahmen nun abgeschlossen. Dieses Vorgehen ist schweizweit einmalig und hat Vorbildcharakter. Ich freue mich, dass ich meiner Nachfolge eine solide Grundlage für weitere Diskussionen und Entscheide übergeben kann.»

Weiteres Vorgehen
Die Ergebnisse der Validierungskonferenz fliessen in den Schlussbericht zuhanden der Nachfolge von Regierungsrätin Gschwind als neue/r Präsident/in des Baselbieter Bildungsrats ein. Der Bericht wird Ende Dezember 2025 vorliegen und zu gegebener Zeit veröffentlicht.