(pd) Mit dem Programm «Energieeffizienz bei den Verwaltungsbauten» wurden im Kanton Basel-Landschaft in den letzten zehn Jahren fast vier Millionen Franken eingespart. Dieser Betrag liegt deutlich über den Erwartungen. Das ursprüngliche, mit dem auf zehn Jahren ausgelegten Programm anvisierte Einsparziel von 2,74 Millionen Franken hatte der Kanton bereits nach acht Jahren erreicht.
Der Regierungsrat hat dem Landrat den letzten Bericht zum Programm «Energieeffizienz bei den Verwaltungsbauten» vorgelegt. Dank der umgesetzten Betriebsoptimierungsmassnahmen konnten in den 21 grössten Verwaltungsbauten des Kantons zuletzt gut 20 Prozent Strom und in den einzelnen Jahren zwischen 10 und 20 Prozent Wärme eingespart werden. Die erzielten Einsparungen summieren sich über die letzten zehn Jahre auf 3,99 Millionen Franken. Das mit dem Programm verfolgte Ziel von 2,74 Millionen Franken war bereits nach acht Jahren erreicht. Die Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude wurden von Beginn weg bewusst ins Energieeffizienzprogramm miteinbezogen.
Die Bestrebungen des Kantons zum Energiesparen hat das pandemiebedingte Homeoffice im fünften und sechsten Programmjahr begünstigt. Ebenso die infolge der Energiemangellage beschlossenen Energiesparmassnahmen im achten Programmjahr. Dafür haben einzelne Erweiterungsbauten und Umnutzungen von Gebäuden zu leichtem bis signifikant höherem Verbrauch geführt und mithin das Erreichen des Ziels erschwert.
Betriebsoptimierungsmassnahmen lohnen sich
Die Erfahrungen mit dem Programm zeigen, dass Betriebsoptimierungsmassnahmen nicht nur energetisch sinnvoll sind, sondern sich auch finanziell lohnen. Das Programm war ursprünglich auf eine Laufzeit von 10 Jahren angelegt. Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen wird die Bau- und Umweltschutzdirektion die eingeleiteten Aktivitäten weiterführen und dafür vorhandene finanzielle Mittel für die Immobilien im Verwaltungsvermögen verwenden.
Programm wird ausgedehnt
Der Regierungsrat hält die Anstrengungen bei der Optimierung des Betriebs unverändert hoch, um die Effizienzpotenziale in den 21 grössten Verwaltungsbauten weiterhin auszuschöpfen. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde das Programm inzwischen ausgedehnt und Betriebsoptimierungsaktivitäten in weiteren kantonalen Objekten angestossen – nicht zuletzt im Rahmen der Grossverbraucherregel nach § 5 des kantonalen Energiegesetzes sowie im Rahmen der Betriebsoptimierung nach § 19b des kantonalen Energiegesetzes. Auf eine Berichterstattung zu den Einsparungen wird künftig verzichtet.
Ende 2012 hat sich der Landrat dafür ausgesprochen, den Strom für die Objekte der kantonalen Verwaltung aus erneuerbaren Energien zu beschaffen. Gleichzeitig erteilte er der Regierung den Auftrag, die Hälfte der durch die Umstellung erwarteten Mehrkosten einzusparen und dafür ein Konzept auszuarbeiten. Daraufhin startete im Jahr 2016 das Programm «Energieeffizienz bei den Verwaltungsbauten». Seither werden die 21 grössten Verwaltungsbauten des Kantons einer Betriebsoptimierung unterzogen. Der zehnte Bericht, den die Regierung dem Landrat vorgelegt hat, folgt auf die Berichte nach dem ersten, vierten, sechsten und achten Programmjahr.