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Tigermücken mit spezifischen Erkennungsmerkmalen am Rücken und an den Beinen. Foto: Copyright Pie Müller, STPH
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Asiatische Tigermücken – Brutstätten vermeiden und Mücken melden

(pd) Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) breitet sich in der Nordwestschweiz weiter aus. Im Kanton Aargau sind bislang vier Gemeinden betroffen, es muss jedoch mit einer weiteren Ausbreitung gerechnet werden. Um die Mücke effektiv zu bekämpfen, zählt der Kanton auf die Unterstützung der Bevölkerung: Das Vermeiden von Brutstätten und das Melden von Verdachtsfällen sind jetzt entscheidend.

Tigermücken sind tagaktiv und stechen mehrfach zu, im Gegensatz zu den einheimischen Mückenarten, welche häufig nachtaktiv sind. Dies macht die Tigermücken zu einem Lästling. Tigermücken können jedoch potenziell auch Tropenkrankheiten wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunyavirus von betroffenen Patientinnen und Patienten auf eine andere Person übertragen. Anders als im grenznahen Ausland wurden in der Schweiz bislang jedoch noch keine lokalen Krankheitsübertragungen beobachtet.

Mit Wasser befüllter Topfuntersetzer: Potentielle Brutstätten, die es zu vermeiden gilt. Foto: Copyright Koordinationsstelle Neobiota, Kanton AargauVorbeugen als oberstes Gebot: Brutstätten konsequent vermeiden
Um den eigenen Aussenbereich möglichst gut vor Tigermücken zu schützen, ist es besonders wirksam, mögliche Brutstätten zu vermeiden. Schon kleinste Wasseransammlungen genügen den Tigermücken, um ihre Eier abzulegen. Deshalb lohnt es sich, Topfuntersetzer wegzulassen, Giesskannen ganz zu leeren und Kinderspielzeuge und andere Gegenstände, in denen sich Wasser sammeln kann, regelmässig zu kontrollieren und mindestens wöchentlich zu leeren. Ergänzend dazu betreibt der Kanton Aargau in den betroffenen Gemeinden ein Fallenmonitoring, um die lokale Ausbreitung zu beobachten. Auf der kantonalen Website www.ag.ch/neobiota unter Asiatische Tigermücke steht zudem ein Flyer mit praktischen Hinweisen zur Vermeidung von Brutstätten zur Verfügung.

Tigermückenfalle (Ovi-Trap mit Holzstäbchen), die alle zwei Wochen im Labor kontrolliert wird. Foto: Copyright Koordinationsstelle Neobiota, Kanton AargauTigermücken erkennen – Verdachtsfälle melden
Tigermücken sind kleiner als die einheimischen Stechmücken. Erkennungsmerkmale sind schwarz-weiss gestreifte Beine, deren unterstes Segment an den Hinterbeinen weiss ist, ein weisser Strich vom Kopf bis zum Rücken, die Grösse sowie die Tagaktivität. Die Bevölkerung wird gebeten, verdächtige Mücken mit Bild und Angabe des Fundorts direkt über die nationale Meldestelle auf www.muecken-schweiz.ch zu melden.

Bilder
Erstes Bild:Tigermücken mit spezifischen Erkennungsmerkmalen am Rücken und an den Beinen. Foto: Copyright Pie Müller, STPH
Zweites Bild: Mit Wasser befüllter Topfuntersetzer: Potentielle Brutstätten, die es zu vermeiden gilt. Foto: Copyright Koordinationsstelle Neobiota, Kanton Aargau
Drittes Bild: Tigermückenfalle (Ovi-Trap mit Holzstäbchen), die alle zwei Wochen im Labor kontrolliert wird. Foto: Copyright Koordinationsstelle Neobiota, Kanton Aargau