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«Aktion Schulbeginn». Foto: zVg

Aktion Schulbeginn – Regionalpolizeien im Einsatz für die Sicherheit der Schulkinder

(tw) Mit der «Aktion Schulbeginn» sollen auch dieses Jahr alle Verkehrsteilnehmenden für die Gefahren auf dem Schulweg sensibilisiert werden.

Die Verkehrssicherheit von Kindern im Alter bis 14 Jahre hat sich laut BfU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) in den letzten Jahrzehnten massiv erhöht. Vor 40 Jahren wurden bei Verkehrsunfällen schweizweit noch über 1700 Kinder schwer oder tödlich verletzt, heute sind es noch 10 Prozent davon. Grund zum Jubeln gibt es laut BfU dennoch nicht. Nach wie vor sterben in der Schweiz durchschnittlich sieben Kinder pro Jahr bei Verkehrsunfällen, Dutzende werden schwer verletzt. 40 Prozent der schweren Kinderunfälle geschehen dabei auf dem Schulweg. Damit, hält die Beratungsstelle fest, könne sich die Schweiz keineswegs rühmen. Statistisch gesehen belege unser Land bei der Verkehrssicherheit im europäischen Vergleich einen der hinteren Plätze.

Regionalpolizeien wollen alle Verkehrsteilnehmer sensibilisieren
Mit ihrer «Aktion Schulbeginn» geben die Aargauer Regionalpolizei seit Jahrzehnten Gegensteuer. Zu Beginn des neuen Schuljahres konzentrieren sie jeweils zwei Wochen lang ihre Kräfte auf die Verkehrserziehung. Dieses Jahr markieren sie vom Montag, 14. August, bis Freitag, 25. August, ihre verstärkte Präsenz auf den Schulwegen. «Bei unserer Aktion geht es keineswegs darum, Schülerinnen, Schüler oder Autofahrerinnen und Autofahrer zu gängeln und/oder möglichst viele Bussen zu generieren. Vielmehr wollen wir im Sinne der Verkehrsprävention alle Verkehrsteilnehmenden für die Gefahren auf dem Schulweg sensibilisieren und sie zum richtigen Verhalten anleiten», erklärt Oblt Daniel Schreiber. Er ist Chef der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal und koordiniert die traditionelle Aktion der Aargauer Regionalpolizeien (VAG).

«Aktion Schulbeginn». Foto: zVgLaut Einsatzbefehl geht es gemäss Schreiber in den erwähnten zwei Wochen darum, auf die Kinder helfend Einfluss zu nehmen und sie auf die Gefahren im Strassenverkehr hinzuweisen. Weiter sollen rücksichtslose Motorfahrzeuglenkerinnen und -lenker zur Rechenschaft gezogen und zu einer vernünftigen Fahrweise angehalten werden. «Wir sind während den Aktionstagen bei Schulbeginn und Schulschluss vor allem im Bereich von gefährlichen Kreuzungen, Strassenübergängen und weiteren exponierten Stellen präsent und überwachen das Verhalten der Fussgängerinnen und Fussgänger. Dabei helfen wir insbesondere Kindergärtlern und Erstklässlern beim Überqueren der Strassen und stehen ihnen helfend und belehrend bei», erklärt der Leiter der Aktion.
Ältere, rad- und mofafahrende Schülerinnen und Schüler würden auf ihrem Schulweg ebenfalls überwacht, zum richtigen Verhalten angeleitet und bei krassen Übertretungen zur Rechenschaft gezogen. Überprüft werde dabei auch die verkehrssichere Ausstattung der Zweiräder. Wie in den Vorjahren, erläutert Daniel Schreiber weiter, würden zudem erneut im Bereich von Kindergärten und Schulanlagen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt sowie bei Fussgängerstreifen das Vortrittsrecht überwacht. Warum das durchaus Sinn macht, zeigt die Auswertung der «Aktion Schulbeginn» aus dem Vorjahr. 2022 registrierten die Regionalpolizei zwar deutlich weniger Vortrittsverletzungen an Fussgängerstreifen als ein Jahr zuvor, mussten aber mit rund 3000 Verstössen wieder deutlich mehr Geschwindigkeitsübertretungen im Bereich von Schulanlagen und Fussgängerstreifen ahnden als in den beiden Vorjahren.

Aktion der Regionalpolizeien kommt gut an
Die «Aktion Schulbeginn stösst auf breite Zustimmung: «Unsere verstärkte Prävention zum Schutz der Kinder wird insbesondere von den Eltern sehr geschätzt. Wir bekommen regelmässig viele positive Feedbacks», sagt Daniel Schreiber. Selbstredend sei die Aktion für jene Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer nicht angenehm, die eine Busse einfingen oder getadelt werden müssten. Meist würden die Regionalpolizistinnen und -polizisten aber auch hier auf Verständnis stossen: «Die Leute ärgern sich zwar über die Busse, sehen aber meistens ein, dass sie sich künftig besser verhalten müssen, um die Verkehrssicherheit für die Kinder zu erhöhen.»

Bilder: «Aktion Schulbeginn». Fotos: zVg