(agv) Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und viele Menschen machen es sich in dieser Zeit besonders gerne vor dem Feuer eines Cheminées oder Kaminofens gemütlich. Damit das Heizen der Feuerungsanlagen sicher bleibt, gilt es einige Dinge zu beachten. Nachfolgend einige Tipps der Aargauischen Gebäudeversicherung AGV.
Top 3 Brandverhütungs-Tipps:
1. Lassen Sie Feuerungsanlagen von einer Fachperson installieren und regelmässig warten.
2. Verwenden Sie nur unbehandeltes, gut getrocknetes Holz.
3. Lassen Sie die Asche mindestens 48 Stunden in einem feuerfesten Behälter auskühlen.
So heizen Sie sicher:
• Verwenden Sie Cheminées und Kaminöfen nach ihrer Bestimmung – sie sind keine Heizungen für das ganze Haus.
• Nutzen Sie niemals flüssige Anzündhilfen wie Brennspiritus, Bioethanol oder Benzin. Diese können zu gefährlichen Explosionen und Bränden führen. Besser geeignet sind Anzündhilfen wie Holzwolle oder kleingespaltenes Anzündholz.
• Überladen Sie die Feuerstelle nicht mit zu viel Brennstoff auf einmal und vermeiden Sie einen Dauerbetrieb, um eine Überhitzung zu verhindern.
• Installieren Sie Schutztüren oder Metallvorhänge bei offenen Cheminées, um Funkenflug zu verhindern. Halten Sie brennbare Materialien immer in sicherem Abstand.
Kaminfeger: Mehr als nur Glücksbringer
Während Kaminfeger traditionell als Glückssymbol gelten, sorgen sie vor allem dafür, dass das heimelige Feuer nicht zum ungebetenen Abenteuer wird. Ueli Lütolf, Präsident des Kaminfegermeisterverbands, betont: «Anlagen, die über mehrere Jahre nicht genutzt und gewartet wurden, bergen ein erhöhtes Brandrisiko.» Regelmässige Kontrollen und Reinigungen durch Fachleute minimieren diese Gefahr. Solche Arbeiten dürfen im Kanton nur durch qualifizierte Fachpersonen durchgeführt werden.
Per 1. Januar 2022 wurde das Kaminfegerwesen im Kanton Aargau liberalisiert. Dies bedeutet, dass Eigentümerinnen und Eigentümer selbst dafür verantwortlich sind, dass die Kontroll- und Reinigungsarbeiten an den wärmetechnischen Anlagen durchgeführt werden. In der Wahl Ihrer Kaminfegerin oder ihres Kaminfegers sind sie frei. Die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) stellt eine Übersicht der Fachpersonen im Kanton zur Verfügung.
Rückstände verursachen höchste Schadensumme
Seit 2020 hat die AGV insgesamt 198 Schadensfälle durch Feuerungsanlagen registriert, die zu Schäden von über 4,9 Millionen Schweizer Franken geführt haben. Zu den Hauptursachen zählen Cheminées, Zimmeröfen, Zentralheizungen, Kamine, Rauch und Rückstände. Die detaillierte Analyse zeigt, dass unsachgemässer Umgang mit Rückständen (z. B. Russ und Asche) mit 46 Schadensfällen zur höchsten Schadenssumme von 1,5 Millionen Franken führte.
Eigenverantwortung wahrnehmen
Es ist wichtig zu beachten, dass Gebäudeversicherungen ihre Leistungen kürzen können, wenn ein Brand durch unsachgemässe Installation oder eine ungepflegte Feuerungsanlage entsteht. Daher wird allen Hausbesitzerinnen und -besitzern empfohlen, ihre Feuerungsanlagen inklusive Abgasanlagen von Fachleuten installieren, warten und reinigen zu lassen. Auch indem man die oben aufgeführten Tipps befolgt, können die Vorzüge des Cheminées oder Kaminofens sorgenfrei genossen werden. Die AGV wünscht eine behagliche Heizsaison – bei allfälligen weiteren Fragen stehen die AGV zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Interessierte auch auf der Homepage www.agv-ag.ch oder auf der Website der Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB) www.bfb-cipi.ch.