(pd) Der Veterinärdienst führte am Dienstag im Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg eine Tierseuchenübung durch. Der Veterinärdienst übte dabei den Ablauf der Bekämpfung eines Ausbruchs einer hochansteckenden Tierseuche bis zur Tötung der infizierten Tiere.
Im Rahmen der Notfallplanung zur Bekämpfung hochansteckender Tierseuchen führt der Veterinärdienst des Amts für Verbraucherschutz regelmässig Seuchenübungen durch. Mit dem Übungsszenario sollte insbesondere der Ablauf zum Töten infizierter Schweine und Rinder geprobt werden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinärdiensts mussten dazu die Tiere aus dem Stall in Fanggitteranlagen treiben, wo im Ernstfall die Tötung der Tiere stattfinden würde. Im Fall von hochansteckenden Tierseuchen, wie der Maul- und Klauenseuche oder der Afrikanischen Schweinepest, ist dieses Vorgehen nötig, um die Ansteckungskette zu unterbrechen und andere Tierhaltungen in der Nachbarschaft zu schützen. Zudem können die Erkrankungen so schmerzhaft sein, dass ein Erlösen der Tiere nötig ist.
Die Übung verlief erfolgreich. Das Durchspielen der Abläufe hat bei den Beteiligten zu wichtigen Erfahrungen geführt. Die gemachten Erkenntnisse übernimmt der Veterinärdienst in seine Notfallplanung.
Tierseuchenbekämpfung im Kanton Aargau
Die Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung ist eine der Aufgaben des kantonalen Veterinärdiensts. Im Falle einer hochansteckenden Tierseuche liegt die Leitung und Koordination der nationalen Bekämpfungsstrategie beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).
Die kantonale Umsetzung der Massnahmen erfolgt durch den Veterinärdienst unter Führung der Kantonstierärztin. Zu diesen Massnahmen zählt die Seuchenbekämpfung auf Betrieben, auf denen eine hochansteckende Tierseuche ausgebrochen ist.
Bei hochansteckenden Tierseuchen handelt es sich um übertragbare Krankheiten mit dem Potenzial, sich schnell zu verbreiten – auch über Landesgrenzen hinaus. Selten können sie auch auf den Menschen übertragen werden (sogenannte Zoonosen). Da sie umfangreiche sozioökonomische Konsequenzen haben und die betroffenen Tiere sterben oder getötet werden müssen, ist es wichtig, dass die Notfallplanung regelmässig überarbeitet und beübt wird.