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AG: Kantonale Sozialhilfequote sinkt auf 1,8 Prozent – Sozialhilfestatistik 2022

(pd) Im Jahr 2022 bezogen im Kanton Aargau 12 454 Personen Sozialhilfe. Damit ist die Zahl der sozialhilfebeziehenden Personen zum fünften Mal in Folge zurückgegangen.

Auch die Sozialhilfequote, das Verhältnis der Sozialhilfebeziehenden zur ständigen Wohnbevölkerung des Kantons, sank um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent. Dies ist der tiefste Wert seit der Einführung der Sozialhilfestatistik im Jahr 2005. Die nationale Sozialhilfequote lag 2021 bei 3,1 Prozent.
Im Jahr 2022 wurden im Kanton Aargau 12 454 Personen mit Sozialhilfe unterstützt. Dies sind 852 Personen beziehungsweise 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr, wie neuste Auswertungen von Statistik Aargau zeigen. Ein Dossier bildet eine Unterstützungseinheit ab und kann eine oder mehrere Personen – zum Beispiel eine Familie – umfassen. Die Zahl der Dossiers sank um 616 auf 7890 (-7,2 Prozent). Die kantonale Sozialhilfequote liegt damit gegenüber 2021 um 0,1 Prozentpunkte tiefer bei 1,8 Prozent. Die Sozialhilfequote war im Kanton Aargau bis 2017 über mehrere Jahre langsam angestiegen, seit 2018 hingegen um je 0,1 Prozentpunkte pro Jahr gesunken. Die tiefere Quote ist unter anderem auf eine kleinere Anzahl neu eröffneter Dossiers zurückzuführen. Diese Statistik erfasst neben Schweizerinnen und Schweizern nur ausländische Personen mit längerfristigen Aufenthaltsbewilligungen. Asylsuchende oder Schutzsuchende mit Status S werden in separaten Statistiken erfasst, welche vom Bundesamt für Statistik am 18. Dezember 2023 veröffentlicht werden.

Unterschiedliche Quoten nach Alter und Nationalität
Die Sozialhilfebeziehenden sind nicht gleichmässig auf die Altersgruppen verteilt. Mit einer Sozialhilfequote von 3,0 Prozent weist die Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen im Jahr 2022 wie schon in den letzten Jahren den höchsten Wert auf. Bei den unterstützten Personen im und nach dem Erwerbsalter liegen die Quoten deutlich tiefer. Die Sozialhilfequoten unterscheiden sich auch nach der Nationalität. Personen ohne Schweizer Pass haben eine etwa vier Mal höhere Wahrscheinlichkeit, auf Sozialhilfe angewiesen zu sein, als Schweizerinnen und Schweizer.

Steigender Anteil von Langzeitbeziehenden
Im Jahr 2022 beträgt der Anteil der laufenden Dossiers mit einem Leistungsbezug von über 3 Jahren 38,9 Prozent. Vor 5 Jahren betrug dieser Anteil noch 32,5 Prozent. Diese Verschiebung ist vor allem auf einen Rückgang von Dossiers mit kürzeren und mittleren Bezugsdauern (weniger als 3 Jahre) zurückzuführen. Die Anzahl der Dossiers mit einem Langzeitbezug blieb über diesen Zeitraum praktisch konstant.
Die Statistiken sind unter www.ag.ch/statistik > Daten und Publikationen > soziale Sicherheit zu finden.