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Die freiwilligen Mentor:innen schätzen den Austausch untereinander. Das Sommerfest war 2023 eine der Gelegenheiten, bei denen die Mentor:innen zusammenkamen. Foto: Hana Solenthaler

AG: Gemeinsam weiterkommen – Mentoring-Programm für Stellensuchende ab 40

(pd) Im Mentoring-Programm «Tandem» werden erwerbslose Stellensuchende ab 40 individuell bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt begleitet. Durch das Freiwilligenprogramm von benevol Aargau fanden im Jahr 2023 beachtliche 78,5 Prozent der Teilnehmenden eine Anschlusslösung.

Erwerbslose Stellensuchende ab 40 können sich durch das Mentoring-Programm «Tandem» von benevol Aargau bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt begleiten lassen. Seit dem Start Mitte 2015 hat sich das Programm als entscheidende Unterstützung für Stellensuchende etabliert. Im Jahr 2023 bekamen 60  Prozent der Teilnehmenden einen unbefristeten Arbeitsvertrag, so viele wie noch nie in der Tandem-Geschichte. Insgesamt fanden beachtliche 78,5  Prozent der Teilnehmenden eine Anschlusslösung, dazu gehören auch befristete Anstellungen und kleinere Teilzeitpensen. Diese hohen Quoten spiegeln die individuelle Begleitung durch die freiwillig engagierten Mentor:innen wider, die einen entscheidenden Erfolgsbeitrag leisten.

Im Workshop «Klären einer Zukunftsfrage mittels Legobausteinen» erfuhren die Mentor:innen, wie Lego zur Problemlösung in der Beratung eingesetzt werden kann. Fotos: Brigitte BaslerStärkung durch individuelle Begleitung
Bereits die ausführlichen Aufnahmegespräche auf der Programmstelle bei benevol Aargau erwiesen sich als wirksam: 10  Prozent der interessierten Stellensuchenden fanden direkt nach dem Gespräch eine neue Anstellung. Die Erstgespräche sind jedoch in erster Linie entscheidend für die optimale Tandembildung. Nach diesem Gespräch suchen die benevol-Mitarbeiterinnen nach dem perfekten Match unter den freiwilligen Mentor:innen. Wenn beim Kennenlernen zwei Menschen aufeinandertreffen, die sich auf Anhieb sympathisch sind, ist der Grundstein für eine konstruktive Zusammenarbeit und ein erfolgreiches Gelingen gelegt. Die Schlussgespräche bestätigen, dass die persönliche Verbindung zwischen Mentee und Mentor:in essenziell ist. «Die emotionale Unterstützung und Empathie, die mir im Zusammenhang mit meiner traurigen Erfahrung entgegengebracht wurden, waren sehr wichtig», so ein Teilnehmer. Eine Teilnehmerin meldete zurück: «Der Mentor hat einen breiten Berufshintergrund, durch den er sein Fachwissen, gute Tipps und seine Kompetenzen weitergeben konnte. Und er hat mich mental sehr gut unterstützt und ermutigt, die nächsten Schritte zu machen.»

Wirkungsvolles Engagement
Ohne die Mentor:innen wäre der Erfolg des Programms undenkbar. Ihr unermüdliches Engagement, die hohe Fachkompetenz und Initiative sind Grundpfeiler des Projekts. Die positive Resonanz der Teilnehmenden und des Auftraggebers (Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Aargau), unterstreichen die Bedeutung der freiwilligen Mentor:innen. Die 3000 Stunden Freiwilligenarbeit, welche die 82 Mentor:innen im Jahr 2023 geleistet haben, wiegen volkswirtschaftlich gesehen fast eine halbe Million Franken. Als Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit lädt benevol Aargau die Engagierten regelmässig zu Netzwerk-Treffen ein und bietet Weiterbildungen und Workshops an. Der Fokus lag 2023 beispielsweise bei nützlichen Instrumenten zur optimalen Gesprächsführung und dem Verbessern der Beratungsqualität. Die Mentor:innen verfügen über vielseitige Kompetenzen, Fachwissen und Fähigkeiten, die gezielt genutzt werden.
Auch Geselligkeit und Austausch sind sinnvolle Formen der Anerkennung in der Freiwilligenarbeit. Zwei Stammtischabende und das Sommerfest boten 2023 eine willkommene Gelegenheit, über die Mentoring-Tätigkeit und persönliche Themen zu sprechen. Der Erfahrungsaustausch unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Lernens unter den Freiwilligen und stärkt den Zusammenhalt. Als besonders erfolgreich bewertet wurde das Treffen mit Vertreter:innen des Auftraggebers, dem Amt für Wirtschaft und Arbeit. «Es ist euch wirklich gelungen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Mein Respekt gegenüber euch und allen Ehrenamtlichen hat sich noch einmal stark erhöht», so die Rückmeldung einer RAV-Personalberaterin. Die positive Resonanz unterstreicht das Interesse der Mentor:innen an einem direkten Austausch mit wichtigen Partner:innen, was sich nachhaltig auf die Programmqualität auswirken wird.

Bilder
Erstes Bild: Die freiwilligen Mentor:innen schätzen den Austausch untereinander. Das Sommerfest war 2023 eine der Gelegenheiten, bei denen die Mentor:innen zusammenkamen. Foto: Hana Solenthaler
Zweites Bild: Im Workshop «Klären einer Zukunftsfrage mittels Legobausteinen» erfuhren die Mentor:innen, wie Lego zur Problemlösung in der Beratung eingesetzt werden kann. Fotos: Brigitte Basler