(agv) Das Präsidium des Aargauischen Gewerbeverbandes hat von der aktualisierten Gefährdungs- und Risikoanalyse des Kantons Aargau Kenntnis genommen. Die Tatsache, dass Risikomatrix des Kantons mit jener des Bundes in etwa übereinstimmt, ist für den AGV positiv zu werten.
Der AGV macht darauf aufmerksam, dass das Risiko «Ausfall Informations- und Kommunikationstechnologie» zu Recht als eher wahrscheinlich beurteilt wurde. Der Gewerbeverband geht aber davon aus, dass die Auswirkungen nicht nur im Bereich von 100 Mio. Franken, sondern in weit höherem Umfang zu erwarten sind. Informations- und Kommunikationstechnologien beherrschen heute sämtliche Branchen. Ein Ausfall kommt einem Stillstand der Wirtschaft gleich. «Das können wir uns nicht leisten», schreibt der AGV.
Der Kanton rät den Unternehmen, einen Business Continuity Management Plan (BCM) zu erstellen, damit – wie der Kanton schreibt – die Wirtschaft sich auf die Krise vorbereiten und zur Stabilisierung der Lage beitragen kann. Eine kleine Unternehmung könnte sich hier aber kaum vorbereiten, so der AGV, und werde auch kaum zur Stabilisierung der Lage beitragen können.
Der AGV erwartet daher vom Regierungsrat konkrete Massnahmen, wie die Eintrittswahrscheinlichkeit im Aargau gesenkt werden kann (z. B. durch Redundanzen im Stromversorgungssystem, bzw. indem sich der Kanton beim Bund einsetzt für Redundanzen in den Kommunikationssystemen) und zweitens, wie die Schadenshöhe bzw. der wirtschaftliche Ausfall begrenzt werden kann (steuerliche Privilegierung von genossenschaftlich gelösten redundanten Kommunikations-Auffangsystemen, steuerliche Privilegierung der Grundkosten von redundanten Systemen). Hier sei nicht nur der Bereich «Bevölkerungsschutz» des Kantons betroffen, sondern auch der Kanton als attraktiver Wirtschaftsstandort, so der AGV