(akb) Die Aargauische Kantonalbank (AKB) profitiert vom gestiegenen Zinsumfeld und erzielt erneut ein Rekordergebnis. Mit einem Geschäftserfolg von 156,3 Millionen Franken und einem Halbjahresgewinn von 133,0 Millionen Franken erreicht sie neue Bestmarken.
Wachstum in turbulenten Zeiten
In einem anspruchsvollen, aber auch dynamischen Marktumfeld kann die AKB ihr Businessvolumen (Ausleihungen, Passivgelder und Depotwerte) um 1,5 Milliarden (+2,4 %) auf 63,9 Milliarden Franken ausweiten. Bei den Kundenausleihungen verzeichnet die AKB ein Wachstum von 0,4 Milliarden Franken (+1,8 %), und beim Kundenvermögen kann sie trotz der durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) initiierten sinkenden Geldmenge um 0,7 Milliarden Franken (+2,1 %) zulegen.
Erfreuliches Wachstum der Kundenvermögen
Im 1. Semester sind die Kundenvermögen bei Privatkundinnen und -kunden (inkl. Private Banking) mit über 1,5 Milliarden Franken überdurchschnittlich gewachsen. Dies zeigt sich auch an der Anzahl neuer Kundinnen und Kunden. Im Firmenkundengeschäft kann die AKB ihre Stellung als führende KMU-Bank im Marktgebiet mit einer deutlichen Ausdehnung der Firmenkredite ohne Hypotheken um rund 200 Millionen Franken (+11,1 %) ausbauen. «Das Vertrauen in die AKB und ihre Mitarbeitenden ist sehr hoch», so Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB und er unterstreicht: «Die hohe Beratungsqualität und die nach wie vor gelebte Kundennähe sind wesentliche Faktoren für das Wachstum und die Kundenzufriedenheit. Der Einsatz und die Leistungen der Mitarbeitenden sind grossartig und bilden die Basis für eine zuversichtliche Zukunft.»
Geschäftsertrag stark gesteigert
Der Geschäftsertrag nimmt um 60,8 Millionen Franken (+28,6 %) zu und kommt auf 273,5 Millionen Franken zu stehen. Die mit Abstand grösste Zunahme stammt dabei aus dem Zinsengeschäft, in dem die AKB vom gestiegenen Zinsumfeld profitiert und in Kombination mit einer optimalen Liquiditätsbewirtschaftung im Zinsengeschäft einen um 68,0 Millionen Franken (+44,3 %) höheren Brutto-Erfolg von 221,3 Millionen Franken erzielt. Neben der Verzinsung der SNB-Einlagen haben vor allem auch die höheren Zinseinnahmen auf den SARON basierten Geldmarkthypotheken zum Ergebnis beigetragen. Dies resultiert in einem um 151,4 Millionen Franken (+114,4 %) deutlich höheren Zins- und Diskontertrag von 283,7 Millionen Franken für das erste Halbjahr 2023. Auch im Zinsaufwand hinterlassen die steigenden Zinsen ihre Spuren, sodass dieser auf 67,5 Millionen Franken ansteigt. Die Kundinnen und Kunden der AKB erhalten ebenfalls höhere Zinsen auf ihren Einlagen. Mit der Erhöhung der Kontozinsen per 1. August 2023 auf sämtlichen Schweizer-Franken-Konti für Private hat die AKB diese erneut angehoben.
Wegen der Netto-Bildung von Wertberichtigungen auf gefährdeten Kreditpositionen über 3,3 Millionen Franken fällt der Netto-Erfolg Zinsengeschäft mit 218,1 Millionen Franken etwas tiefer als das Brutto-Ergebnis aus, übertrifft das Vorjahresergebnis aber ebenfalls um 63,5 Millionen Franken (+41,0 %) deutlich.
Der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft nimmt um 1,4 Millionen (–3,4 %) auf 41,6 Millionen Franken leicht ab. Insbesondere die Erträge aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft fallen infolge des Basiseffektes bei den Depotbeständen aufgrund der letztjährigen Börsenbaisse um 2,1 Millionen Franken (–5,8 %) tiefer aus. Die AKB verzichtet seit 1. April 2023 auf die Kontoführungsgebühren und Buchungsspesen und nimmt eine damit verbundene Einbusse im Kommissionsgeschäft bewusst in Kauf.
Das Handelsgeschäft entwickelt sich im Rahmen der Erwartungen. Der Ertrag erhöht sich um 1,6 Millionen (+15,9 %) auf 12,0 Millionen Franken und übertrifft den letztjährigen Rückgang der Vergleichsperiode leicht. Aufgrund nicht wiederkehrender Veräusserungen von Finanzanlagen im Vorjahr fällt der übrige ordentliche Erfolg mit 1,8 Millionen Franken (–60,6 %) wie erwartet tiefer aus.
Höherer Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand legt um 10,5 Millionen (+10,1 %) auf 114,3 Millionen Franken zu. Zusätzliches Personal und Lohnerhöhungen sind wesentliche Treiber des um 6,3 Millionen Franken (+9,9 %) höheren Personalaufwandes von 69,9 Millionen Franken. Der Sachaufwand steigt ebenfalls um 4,2 Millionen (+10,5 %) auf 44,4 Millionen Franken an. Die Hauptfaktoren sind zum einen steigende Ausgaben für die Informatik und das Marketing. Zum anderen führen aber auch die nur indirekt mit dem operativen Geschäft zusammenhängenden Kosten wie die höher geplante Zuwendung an die Stiftung Lebensraum Aargau und die höhere Abgeltung der Staatsgarantie zu einer Zunahme.
Als Folge der positiven Geschäftsentwicklung verbessert sich die Cost-Income-Ratio deutlich um 7,0 Prozentpunkte auf 41,8 %, womit die AKB zu den effizientesten Universalbanken der Schweiz zählt.
Neue Bestmarken beim Geschäftserfolg und Halbjahresgewinn
Der Geschäftserfolg kann um 50,0 Millionen (+47,0 %) auf 156,3 Millionen Franken gesteigert werden und übertrifft das letztjährige Rekordergebnis markant. Auch beim Halbjahresgewinn wird das Ergebnis aus dem Vorjahr deutlich übertroffen, um 44,3 Millionen (+50,0 %) auf 133,0 Millionen Franken.
Das Eigenkapital der AKB wird um weitere 57 Millionen Franken (+2,1 %) gestärkt und beläuft sich per Stichtag 30. Juni 2023 auf 2,84 Milliarden Franken.
Für das Gesamtjahr erwartet die AKB trotz eines konjunkturell anspruchsvollen Umfeldes neue Bestmarken bei Geschäftserfolg und Reingewinn.