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Aargauer Komitee: «Ein Ja zur BVG-Reform ist ein Ja zu den drei Säulen»

(pd) Am 22. September befindet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Reform der zweiten Säule. Im Vorfeld haben Vertreter der Kantonalparteien von SVP, FDP, Die Mitte, Grünliberalen und EVP gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern das Komitee «Ja zur BVG-Reform» gegründet.

Zwei Jahre nach der AHV soll auch das Pensionskassensystem an die wirtschaftliche und gesellschaftliche Realität angepasst werden. Bei einem Ja zur BVG-Reform würden mehr Menschen von einer Pensionskasse profitieren, die Position älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt würde gestärkt und die systemfremde Umverteilung reduziert, schreibt das Komitee in einer Medienmitteillung.
Mit Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati ist auch die Aargauer Regierung im Co-Präsidium des Komitees vertreten. Bemerkenswert sei schliesslich auch das Engagement des kantonalen Bauernverbands, welcher im Kontrast zum nationalen Bauernverband die BVG-Reform unterstützt und im Co-Präsidium des Komitees Einsitz nimmt.

100’000 Menschen erhalten Zugang zur beruflichen Vorsorge
Die BVG-Reform biete Lösungen zu dringlichen Problemen in der zweiten Säule. Erstens schliesse die Reform Rentenlücken für Teilzeiterwerbstätige und Personen mit tiefen Einko-men. Dies erreiche sie, indem die Eintrittsschwelle in der zweiten Säule gesenkt, Löhne aus mehreren Jobs zusammengezählt und der Koordinationsabzug prozentual bei 20 Prozent des AHV-Lohns (statt einem Pauschalabzug) angesetzt würden. Dadurch erhielten rund 100'000 Menschen, unter ihnen mehrheitlich Frauen, neu Zugang zu einer Pensionskasse.

Bessere Chancen für ältere Arbeitnehmende
Die BVG-Reform diene jedoch auch den älteren Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Da es für Arbeitnehmende nur noch zwei nach Alter gestaffelte Lohnbeitragssätze (statt wie heute vier) gebe, würden die Beiträge für ältere Arbeitnehmende gesenkt und somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht.

Weniger Umverteilung, mehr Arbeitsanreiz
Schliesslich stoppe die BVG-Reform durch die leichte Senkung des Umwandlungssatzes im obligatorischen Teil die systemfremde Umverteilung. Dass sich die berufliche Vorsorge an den geleisteten Beiträgen und somit der erbrachten Arbeit orientiere, sei ihre grösste Stärke. Die Reform trage dazu bei, dass künftig wieder jede und jeder denjenigen Rentenanspruch erhalte, welcher ihr/ihm auf Grund der geleisteten Beiträge zustehe. Zur Vermeidung von Härtefällen würden die Übergangsgenerationen grosszügig entschädigt.
Dazu sagt AIHK Direktor Beat Bechtold: «Die BVG-Reform ist nicht perfekt, aber sie bietet zielführende Antworten auf bestehende Probleme. Gerade Frauen, Personen mit mehreren Einkommen und ältere Erwerbstätige profitieren von der BVG-Reform. Sie passt die berufliche Vorsorge an die heutige Realität an, stärkt die zweite Säule und setzt Arbeitsanreize. Deshalb empfiehlt das breit abgestützte Komitee ein Ja zur BVG-Reform.»