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Aargau verliert an Innovationskraft – Jungfreisinnige fordern attraktivere Rahmenbedingungen.

(jf) Eine aktuelle Studie der Hochschule Luzern zeigt: Der Kanton Aargau gehört im Innovationsranking der Schweizer Kantone zu den Schlusslichtern. Innovationsmangel wirke sich langfristig negativ auf Wohlstand, Arbeitsplätze und die Lebensqualität der Bevölkerung aus. Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, brauche es dringend eine Entlastung bei der Gründung von Start-ups, schreibt die JFDP Aargau  in einer medienmitteilung.

Noch 2017 titelte die Basler Zeitung: «Besser als Zug und Zürich, fünf Gründe für den Firmen-Boom im Aargau». Heute sei davon nichts mehr übrig, so die Jungfreisinnigen. Im Standortqualitätsindikator sei der Aargau in den letzten fünf Jahren um vier Plätze zurückgefallen. Dieser Absturz sei ein klares Zeichen, dass die von links dominierte Wirtschaftspolitik im Grossen Rat dringend korrigiert werden müsse. Die Folgen seien offensichtlich: Ansässige Unternehmen würden abwandern, und Grosskonzerne wie Holcim oder Oracle würden ihre Standorte in attraktivere Kantone verlegen. Das werde dem Kanton Aargau in den kommenden Jahren erhebliche
Steuereinnahmen kosten.
Noch gravierender zeige sich die Situation bei der Gründung von Start-ups. Laut dem Institut für Jungunternehmen gehört der Aargau zu den Kantonen mit den niedrigsten Gründungsraten in der Schweiz. Nur Baselland, Solothurn, Bern und Uri schneiden noch schlechter ab. Diese Zahlen verdeutlichten, dass die Gründung eines Unternehmens im Aargau nach wie vor mit zu vielen bürokratischen Hürden verbunden sei.
Die Linken wollten diesen Kurs von hohen Steuern, Abgaben und übermässigen staatlichen Eingriffen weiterfahren, so die JFDP. Doch das Erfolgsmodell der Schweiz basiere auf dem Gegenteil: tiefe Steuern, schlanke Bürokratie und unternehmerische Freiheit. Der Aargau müsse diesen Weg wieder einschlagen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Tim Hoffmann, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau, bringt es auf den Punkt: «Der Aargau muss wieder innovativer werden und das geht nur, wenn die bürokratischen Anforderungen sinken. Aktuell lohnt es sich viel zu wenig, im Aargau ein Unternehmen zu gründen.»
Für die Jungfreisinnigen Aargau ist klar: Wenn nicht entschieden gegen den überbordenden Verwaltungsaufwand vorgegangen werde, drohe der Aargau im Abwärtstrend zu verharren. Die administrativen Hürden, die der Kanton insbesondere für Start-ups und KMU auferlege, seien schlichtweg zu hoch. Die Ansprüche der kantonalen Behörden seien derzeit überzogen und bremsten die Innovationskraft der Region. Deshalb fordern die Jungfreisinnigen Aargau eine spürbare Erleichterung bei der Gründung von
Start-ups, den konsequenten Abbau von staatlichen Regulierungen und den Abbau bürokratischer Hürden. Diese Massnahmen seien notwendig, um den Aargau als zukunftsorientierten, innovationsfreundlichen Standort zu stärken.