(pd) Nachdem letztes Jahr der erste Schweizer seit 2006 Gold an der Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) gewann, geht die Erfolgssträhne weiter. Felix Xu aus Killwangen, Schüler der Kantonsschule Wettingen, erreichte am 21. Juli die Spitze seiner mehrjährigen "olympischen" Karriere: Er nahm in Bath, England, die insgesamt dritte Schweizer Goldmedaille entgegen.
Als es ihm am zweiten Prüfungstag der IMO 2024 gelang, das zweite Problem zu lösen, wusste Felix: Ich gewinne mindestens Silber. Am Ende reichte es sogar für Gold - zum dritten Mal für die Schweiz seit ihrer ersten Teilnahme 1991. „Wenn man die Welt der Mathematik-Olympiaden nicht kennt, ist es schwer zu verstehen, was für eine Leistung das ist”, erklärt Arnaud Maret von der Sorbonne-Universität. “IMO-Gold ist die grösste mathematische Herausforderung für Mittelschüler*innen und bedarf sowohl guter Förderung, wie sie die Schweizer Mathematik-Olympiade bietet, als auch eine für dieses Alter besonders beeindruckende Disziplin.” Auch der Verstand eines Goldmedaillisten braucht mal Pause: “Ich gehe jetzt erstmal einen Monat nach China und denke nicht an Mathe”, so Felix. Danach wartet auf ihn das Mathematikstudium an der ETHZ. Mitmachen kann er dann nicht mehr, er hat aber vor, sich freiwillig für die Schweizer Mathematik-Olympiade zu engagieren. Vielleicht wird er sein Wissen schon bald an den oder die Gold-Gewinner*in von morgen weitergeben.
Bild: Von links: Jovian Soejono, Hongjia Meng, Felix Xu, Eric Lüscher, Mark Neumann, Louis Renner, Elia Steinfeld, Leonhard Haseler, Ricardo Olivio. Foto: zVg