(vpod) 65 Kindergarten-Lehrpersonen aus über 20 Aargauer Gemeinden haben an einer Informationsveranstaltung der Gruppe «Wir sind 100 Prozent» eine Resolution verabschiedet. Ihre Forderung ist klar: Die Lohneinstufung der Kindergarten-Lehrpersonen muss im Rahmen der bevorstehenden Revision des Lohndekrets jener der Primarstufe angeglichen werden.
«indergarten-Lehrpersonen leisten Bildungsarbeit von Anfang an. Sie begleiten Kinder in einer entscheidenden Entwicklungsphase, schaffen die Grundlage für Sprache, soziales Lernen und Selbständigkeit, erkennen Förderbedarf früh und arbeiten eng mit Eltern, Schulleitungen und Fachstellen zusammen. Wer im Kindergarten unterrichtet, trägt grosse pädagogische Verantwortung», heisst es von Seiten VPOD Aargau/Solothurn.
Trotzdem würden Kindergarten-Lehrpersonen im Aargau tiefer eingestuft als Lehrpersonen der Primarstufe. Das passe nicht mehr zur heutigen Schule. Kindergarten und Primarstufe sind Teil derselben Volksschule, verlangen dieselbe Ausbildung und tragen gemeinsam Verantwortung für den Bildungsweg der Kinder. Die unterschiedliche Einstufung sei deshalb sachlich nicht mehr zu rechtfertigen, schreibt der VPOD.
Mit ihrer Resolution machen die Kindergarten-Lehrpersonen deutlich: Es geht nicht um ein Privileg, sondern um die Anerkennung gleichwertiger Arbeit. Die Revision des Lohndekrets bietet nun die Chance, eine überholte Ungleichbehandlung zu korrigieren und den Kindergarten als das zu behandeln, was er längst ist: ein zentraler Teil der öffentlichen Schule.Wer gute Bildung von Anfang an will, darf jene nicht schlechterstellen, die genau diese Anfangsarbeit leisten.
Der VPOD Aargau/Solothurn unterstützt deshalb die Forderung der Kindergarten-Lehrpersonen nach Angleichung ihrer Lohneinstufung an die Primarstufe.