(pd) Das Präsidium des Aargauisches Gewerbeverbands (AGV) ist gegen die Gewährung von Steuerrabatten, sondern fordert dauerhafte Steuersenkungen.
Der AGV spricht sich entschieden für eine nachhaltige und langfristige Entlastung der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler aus. Angesichts der anhaltend hohen Jahresüberschüsse des Kantons Aargau – allein in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt CHF 213,26 Mio. pro Jahr – sieht der AGV dringenden Handlungsbedarf, die Steuerlast nachhaltig zu senken.
Die kontinuierlich hohen Ertragsüberschüsse der letzten Jahre zeigen, dass der Kanton dauerhaft finanziell sehr solide aufgestellt ist und sehr vorsichtig budgetiert. In einer solchen Situation ist eine Reduktion des Steuerfusses der einzig rechtlich und systematisch korrekte Schritt. Ein Steuerrabatt ist für Unternehmen und private Haushalte nicht planbar. Eine solche Massnahme widerspricht dem Prinzip der Rechtssicherheit.
Mit einer Senkung des Steuerfusses um 5 Prozentpunkte könnten die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler im Kanton Aargau um rund CHF 100 Mio. entlastet werden. Damit würde nur die Hälfte der bisherigen durchschnittlichen Überschüsse an das Volk zurückgegeben, was dem AGV als faire und dennoch haushälterische Massnahme erscheint. Dies schafft Planungssicherheit für Unternehmen und Private, reduziert die Steuerquote und stärkt die Attraktivität des Kantons als Wirtschaftsstandort nachhaltig.
Der Kanton darf Überschüsse nicht als selbstverständlich betrachten. Statt kurzfristiger Steuerrabatte braucht es klare, langfristige Signale für eine stabile und nachhaltige Steuerbelastung. Dies steigert auch unsere Attraktivität als Lebens- und Wirtschaftsstandort.