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Schön anzusehen, aber eine Belastung für die Umwelt. Foto: © BAFU

200 bis 400 Tonnen Feinstaub pro Jahr: Feuerwerke sind eine grosse Umweltbelastung

(bafu) Am 1. August und an Silvester werden Raketen und Böller abgebrannt – was nicht nur leuchtende Akzente am Himmel setzt. Feuerwerk verursacht auch Lärm und belastet die Luft mit Schadstoffen, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) mitteilt.

Jährlich werden in der Schweiz gemäss dem Bundesamt für Polizei fedpol zwischen 1000 und 2000 Tonnen Feuerwerkskörper verbraucht. Ein Viertel davon machen die pyrotechnischen Feuerwerkssätze aus, der Rest ist Verpackung aus Holz, Karton, Kunststoffen oder Ton. Die Feuerwerkssätze bestehen neben Schwarzpulver auch aus farbgebenden Metallverbindungen. Beim Abbrennen entstehen daraus etwa 200 bis 400 Tonnen Feinstaub pro Jahr. Feuerwerke machen 1 bis 2 Prozent der jährlichen Gesamtemissionen aus. Als Niederschlag gelangt der Feinstaub auch in Böden und Gewässer. Je weniger Feuerwerk abgebrannt wird, umso geringer die Umweltbelastung.

Wetterlage beeinflusst Auswirkungen
Insbesondere bei kalten Temperaturen und Inversionslagen (z.B. unter einer Hochnebeldecke) bleiben die Schwebepartikel lange in der Luft. Daten der Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL) belegen, dass es in der Nähe von abbrennenden Raketen und Vulkanen hohe Feinstaubkonzentrationen gibt.
Je nach Witterungsverhältnissen kann der in der Luftreinhalte-Verordnung für PM10 festgelegte Tagesmittelgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten werden.
Der Lärm von Feuerwerk wird von einem Teil der Bevölkerung als störend empfunden. Zudem erschreckt der plötzlich auftretende Lärm der Knallkörper Haus-, Nutz- und Wildtiere. Belastungen durch Lärm und Schadstoffe können Menschen und Tiere gesundheitlich beeinträchtigen. Es ist wichtig, das abgebrannte Feuerwerk und die Verpackungen sicher und korrekt zu entsorgen.

Lage bei Waldbrandgefahr
Bei Waldbrandgefahr können Kantone und Gemeinde das Abbrennen von Feuerwerken einschränken oder verbieten. Den Anweisungen der lokalen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

Bild: Schön anzusehen, aber eine Belastung für die Umwelt. Foto: © BAFU