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Am 6. April 1924 wird die Schweizerische Vogelwarte Sempach gegründet. Foto: © Archiv Vogelwarte.

100 Jahre Engagement für Vogelkunde und Vogelschutz

(pd) Auf den Tag genau 100 Jahre nach ihrer Gründung hat die Schweizerische Vogelwarte ihr Jubiläum mit einem Festakt gefeiert. Bundespräsidentin Viola Amherd überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung.

Seit ihrer Gründung verfolgt die Vogelwarte die Ziele, die noch heute Bestand haben. «Unsere Vision ist es, die heimische
Vogelwelt zu verstehen und sie in ihrer Vielfalt für kommende Generationen zu bewahren», heisst es im Leitbild der
Vogelwarte. «Aus der überzeugenden Vision unserer Vorgänger ist eine Stiftung geworden, die die Vogelkunde und den
Vogelschutz in unserem Land massgebend mitgestaltet. Geblieben ist die Grundhaltung als Richtschnur: fundierte
fachliche Grundlagen über Vögel zu erarbeiten und sich darauf gestützt für das Wohl der Vögel und ihrer Lebensräume
einzusetzen», sagte Institutsleiter Dr. Matthias Kestenholz beim Festakt in Sempach.
Die Arbeit und das Engagement der Vogelwarte würden auch in Zukunft unverzichtbar sein, denn nach wie vor seien viele
Vogelarten bedroht. «Sie sind ein Indiz dafür, wie wir Menschen mit den Vögeln, ihren Lebensräumen und den
natürlichen Ressourcen umgehen. Mit ihrem thematischen Fokus, der exzellenten Forschung und der ambitionierten
Schutzarbeit leistet die Vogelwarte einen unverzichtbaren Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltigere Schweiz», so
Kestenholz: «Die Schweiz braucht die Vögel, sie sind Teil ihres Naturerbes, sie müssen hier dauerhaft leben können.» Die
Vogelwarte zähle darauf, dass Behörden, Partnerorganisationen, Firmen und Bevölkerung diesen Weg mit ihr gemeinsam
beschritten, etwa mit einem Ja zur Biodiversitätsinitiative, über die im September abgestimmt wird.

Festakt zum hundertjährigen Bestehen mit Stiftungsratspräsident Kurt Bollmann, Kantonsratspräsidentin des Kantons Luzern Judith Schmutz, Regierungspräsident des Kantons Luzern Fabian Peter, Bundespräsidentin Viola Amherd und Vorsitzender der Institutsleitung Matthias Kestenholz (von links). Foto: © Archiv Vogelwarte.Bundespräsidentin Viola Amherd hob hervor, dass der sorgfältige Umgang mit der Natur letztlich auch uns Menschen
diene: «Die Biodiversität ist dem Bundesrat wichtig, aber sie ist in der Schweiz unter Druck. Das zeigen uns die Vögel. Sie
sind die Botschafter unserer biologischen Vielfalt. Gefragt ist unser aktives Zutun, einerseits auf allen politischen
Ebenen, und andererseits auf gesellschaftlicher Ebene. Die Erfolgsgeschichten der Vogelwarte beweisen, dass ihre Arbeit
wirkt», so die Bundespräsidentin.
Der Luzerner Regierungspräsident Fabian Peter wiederum dankte der Vogelwarte für die sehr gute und geschätzte
Zusammenarbeit. Die Vogelwarte sei ein verlässlicher Partner für den Kanton wie auch die Land- und Forstwirtschaft.
Auch freute er sich über das attraktive Besuchszentrum in Sempach, das nicht nur von der Luzerner Bevölkerung rege
besucht wird.
Die Vogelwarte verfügt über beste Voraussetzungen, um die Erfolgsgeschichte der ersten hundert Jahre fortzuschreiben:
Sie geniesst in der Bevölkerung einen grossen Rückhalt und darf auf die unschätzbare Zusammenarbeit mit ihren 2000
freiwilligen Mitarbeitenden und den Partnerorganisationen zählen. Sie deckt mit ihrem kompetenten und motivierten
Team eine breite Palette an wichtigen Aufgaben ab, die von der Vogelpflege über die Bestandsüberwachungen bis zu
Grundlagen- und angewandter Forschung, Umweltbildung, Artenförderung und Lebensraumaufwertungen reichen.

Bilder
Erstes Bild: Am 6. April 1924 wird die Schweizerische Vogelwarte Sempach gegründet. Foto: © Archiv Vogelwarte.
Zweites Bild: Festakt zum hundertjährigen Bestehen mit Stiftungsratspräsident Kurt Bollmann, Kantonsratspräsidentin des Kantons Luzern Judith Schmutz, Regierungspräsident des Kantons Luzern Fabian Peter, Bundespräsidentin Viola Amherd und Vorsitzender der
Institutsleitung Matthias Kestenholz (von links). Foto: © Archiv Vogelwarte.