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SP Bezirk Laufenburg: «Die Arbeitgeber müssen in die Pflicht genommen werden»

(sp) «Mit dem schrittweisen Ausbau des Sisslerfelds nimmt auch der Druck auf die Strassen in der Region weiter zu. Einer bereits überlasteten Infrastruktur droht der Kollaps.» Dies schreibt die SP Bezirk Laufenburg in ihrer Medienmitteilung.

«Vor diesem Hintergrund ist klar, dass selbst die besten Planungen nur wenig helfen, wenn man nicht alles daran setzt, dass sich das Mobilitätsverhalten der Menschen auch tatsächlich ändert», so die SP Bezirk Laufenburg. Für sie ist klar, dass es dabei nicht nur um den künftigen Mehrverkehr durch die neuen Arbeitsplätze geht, sondern auch, dass der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) heute schon zu gross ist. «Vor diesem Hintergrund sind die vom Kanton geplanten Massnahmen zur Reduktion des Auto- und Motorradverkehrs zwar erfreulich, ohne Verbindlichkeit bei der Umsetzung, den Zielen und den Kosten verkommt das Verkehrskonzept aber zu einem Papiertiger.»

Aus Sicht der SP Bezirk Laufenburg müssen die Unternehmungen dafür mit mehr als wohlformulierten Konzepten in die Pflicht genommen werden. «Die Firmen siedeln sich auf dem Sisslerfeld an, weil es für sie sehr attraktiv und lukrativ ist. Das soll für die Region nicht zu einer Belastung werden. Darum müssen sie sich an den Kosten beteiligen» präzisiert Damaris von Arx, Vorstandsmitglied der Bezirkspartei. Ergänzend dazu stellt Grossrätin Colette Basler klar: «Es geht der SP keineswegs darum, die Bewilligungsverfahren aufzublähen, sondern den Unternehmungen im Voraus klare Verantwortlichkeiten aufzuerlegen.» Vorgaben, wer einen Parkplatz erhält, Jobtickets, die von Arbeitgebern mitfinanziert werden, oder Werkbusse, wie man sie noch von früher kennt. Die Möglichkeiten sind vielfältig und keine Neuerfindungen. Die kürzlich vorgelegten Ergebnisse einer wissenschaftlichen Arbeit der FHNW unterstreichen deren Wirkung. Für die SP ist auch klar, dass die Umsetzung der Verkehrsreduktion trotzdem eine Verbundsaufgabe zwischen Firmen, Gemeinden und Regionalplanung bleibt. «Der Kanton muss dies mit einer klaren Strategie fachlich unterstützen und darf sich nicht nur von den verlockenden Steuereinnahmen der neuen Betriebe leiten lassen», so die Partei.