(im) Bei schönstem Sommerwetter feierten die reformierten Kirchgemeinden Möhlin, Rheinfelden und Umgebung, Buus-Maisprach und Wegenstettertal auf dem Sonnenberg ihren gemeinsamen Festgottesdienst. Im Zentrum stand Psalm 139, dessen Verse von den beteiligten Pfarrpersonen ausgelegt wurden.
Pfarrer Daniel Hanselmann (Buus-Maisprach) knüpfte an die besondere Lage des Sonnenbergs an. Die vielen Wege, die zum Treffpunkt führen, stehen sinnbildlich für die unterschiedlichen Lebenswege der Menschen. Psalm 139 zeige, dass Gott diese Wege kenne und die Menschen begleite – nicht als kontrollierende Instanz, sondern als liebevolle und fürsorgliche Gegenwart, die Trost und Orientierung schenke.
Pfarrerin Maria Doka (Wegenstettertal) betonte Gottes Schutz und Geborgenheit. Ausgehend von einer Kinderzeichnung erinnerte sie daran, dass Gottes Nähe Menschen wie ein schützender Mantel umgebe. Dieser Schutz schenke Sicherheit und Vertrauen, ohne die persönliche Freiheit einzuschränken.
Bis zum äussersten Ende der Welt
Pfarrer Jonas Meier (Rheinfelden) griff die Geschichte des Propheten Jona auf. Während Jona Gottes Allgegenwart zunächst als Bedrohung empfand, beschreibt Psalm 139 sie als Zuspruch: Menschen dürfen ihre eigenen Wege gehen, bleiben aber nie allein. Gott ist überall erreichbar, selbst am äussersten Ende der Welt.
Für den erkrankten Pfarrer Kai Hinz sprach Andrea Giger (Möhlin) über den Vers «Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin». Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen vor allem ihre Fehler und Unsicherheiten sähen, erinnere dieser Vers daran, dass jeder Mensch gewollt und wertvoll sei.
Gemeinsam zeichneten die vier Beiträge das Bild eines Gottes, der Menschen kennt, begleitet, schützt und ihnen ihren unverlierbaren Wert zuspricht. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Sunnebärg-Chörli Möhlin mit zahlreichen passenden Liedern, die mit viel Applaus quittiert wurden. Anschliessend sorgten die Naturfreunde Möhlin für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher. Verdankt wurden auch die zahlreichen Freiwilligen, die diesen besonderen Event ermöglicht haben.