(eing.) Der Patoralraum Möhlinbach, die reformierte Kirche Wegenstettertal und die Christkatholische Kirche im Fricktal laden am Samstag, 16. November, um 17 Uhr in die neue Sebastianskapelle in Hellikon zu einer ökumenischen Martinsfeier ein.
Sankt Martin
Kalt weht der Herbstwind über nasse Strassen. Im Halbschatten der nahenden Nacht sitzt eine Gestalt an einem schwachen Feuer: Arm, frierend und allein. Das Leben scheint irgendwie zu Ende zu sein. Da ein Geräusch – Pferdehufe im Galopp sind deutlich zu hören und kommen immer näher. Wieder jemand, der es eilig hat? Bestimmt wird er das elende Bild am Strassenrand übersehen und seinem Pferd die Sporen geben. Aber nein. Ein stolzer Offizier, hoch zu Ross, wird langsamer. Blicke berühren sich und offenbar auch die Herzen. Der Offizier hält das Ross an, steigt herab und teilt seinen langen Mantel mit dem Schwert in zwei Teile. Der Mann am Strassenrand bekommt die Hälfte und damit Wärme und etwas Geborgenheit. Der Offizier verabschiedet sich und reitet geschwind weiter in die Nacht...
Die Geschichte der Begegnung des Heiligen Martin von Tours mit dem armen Mann am Wegesrand hat sich vor 1700 Jahren abgespielt. An vielen Orten der Welt wird sie bis heute nachgespielt und mit Laternen, Musik, Martinsweggli und Punsch gefeiert. In Hellikon wird dieses Jahr das Fest ökumenisch gefeiert. Alle Generationen sind herzlich eingeladen zu einem stimmungsvollen Martinsfest mit Ross und Reiter, Martinsfeuer, Weggli und Punsch. Mit mitgebrachten Laternen werden die teilnehmenden Sankt Martin abholen und miterleben, wie er einem Bettler seine Nächstenliebe erweist.