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Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Wenn Schnee liegt, herrscht Hochbetrieb am Skilift Wegenstetten. Foto: zVg

Nur der Schnee fehlt: Die Skilift-Betreiber im Fricktal und ennet der Grenze wären bereit für die Wintersaison

Von Schnee fehlt noch jede Spur. Trotzdem haben die Betreiber der regionalen Skilifte erste Vorbereitungen getroffen, um bereit zu sein, wenn der Winter hereinbricht. Immerhin: Anders als in den Vorjahren scheint sich das Schreckgespenst Corona diesmal nicht einzumischen.

PETER SCHÜTZ

Vorletzte Saison wäre auf dem Skilift Föhrlimatt in Wegenstetten Schnee gelegen, «aber wir haben dann nicht aufgemacht», blickt Wenn Schnee liegt, herrscht Hochbetrieb am Skilift Wegenstetten. Foto: zVgChristoph Schreiber, Präsident des Spiel- und Turnvereins (STV) Wegenstetten, zurück. Grund für diese Entscheidung war die Pandemie. In der letzten Saison 2021/22 hatten die Mitglieder des STV Wegenstetten zwar wie immer sämtliche Vorbereitungen für den Skilift-Betrieb getroffen und sogar Corona hätte nicht wieder dazwischengefunkt. Jedoch: «Wir hatten zu wenig Schnee», berichtet Christoph Schreiner. Weshalb auch diese Saison quasi ins Wasser fiel. Somit steht fest, dass der Wegenstetter Skilift Föhrlimatt vor fünf Jahren (2017) letztmals in Betrieb war. Davon lassen sich die Liftbetreiber aber nicht abhalten. Anfangs November seien die Bügel aufgehängt und der Lift laufen gelassen worden, berichtet Christoph Schreiber. Die Schutznetze sollen erst dann angebracht werden, wenn die Aussichten auf genügend Schnee gut sind. Der Verein sei jedenfalls motiviert, so Schreiber, Jung und Alt hätten an den ersten Vorbereitungen angepackt. «Unsere Leute sind da, sie plangen darauf, dass es Schnee gibt», sagt er. Ist der Boden gefroren, können 10 bis 15 Zentimeter Schnee fürs Skifahren auf der 600 Meter langen Piste ausreichen. Ist der Boden hingegen nass und es zudem nass draufschneit, ist mehr nötig.

Einen Vorteil hat der Hang in Wegenstetten: «Er hat relativ lang Schatten», so Schreiber, «dann bleibt der Schnee länger liegen.» Kaum scheint Corona vom Tisch zu sein, kommt eine andere Sorge auf: die hohen Strompreise. Diese werden sich auch am Betrieb des Skiliftes Föhrlimatt bemerkbar machen. Aber: «An dem Strompreis wird es nicht scheitern, dass wir den Lift laufen lassen», stellt Christoph Schreiber klar. Und: «Wir wären froh, wenn wir an zwei bis drei Wochenenden aufmachen könnten, da fällt der Strompreis nicht ins Gewicht.» Zumal die Preiserhöhung sich in Grenzen halte, so Schreiber.

Auch Saalhöhe wäre bereit
Ähnlich die Lage beim Skilift Saalhöhe, dem auf knapp 800 Meter höchstgelegenen Skilift im Aargau. «Wir haben ihn letzten Samstag aufgebaut», erklärt Niklaus Keel, Präsident vom Schii-Team Saalhöchi, der den Lift betreibt. Der Skilift Saalhöhe befindet sich zwischen Kienberg und Erlinsbach. Letzte Saison sei er mangels Schnees nie gelaufen, berichtet Niklaus Keel. Gleiches Bild die Saison davor, die Corona verhagelt hat. Bedeutet: Der Skilift Saalhöhe ist 2019/20 letztmals gelaufen. «Jetzt warten wir auf den Schnee», sagt Niklaus Keel. Die gestiegenen Strompreise sind für ihn kein Thema. «Der Strompreis ist vernachlässigbar», bemerkt er. Der Skilift kann kostenlos genutzt werden. Die entstehenden Unkosten werden von Gönnern getragen.
Zwei Neuigkeiten
Das Schii-Team Saalhöchi hat am Skilift eine Webcam installiert. Und es hat eine eigene Homepage online gestellt: https://salhoehe.ch. Dort ist zu erfahren, ob und wann der Skilift in Betrieb ist. Beschrieben ist ausserdem die Anfahrt sowohl im eigenen Auto als auch mit dem Bus. Der Schlepplift hat eine Länge von etwa 300 Metern. Der Hang eignet sich für Anfänger, aber auch erfahrene Schneehasen können auf ihre Kosten kommen. Bei Skiliftbetrieb gibt es in der kleinen, aber feinen Schiihütte Bewirtung.

Bald 55 Jahre Skilift Saahlhöhe
Am 2. Februar 1968 wurde der Skilift von Heidi und Josef Treier und Margrit und Marcel Erb erstmals in Betrieb genommen. Der Betrieb des mit einem Benzinmotor ausgerüsteten Lifts war damals sehr umständlich. Eine Skihütte zum Aufwärmen gab es nicht. Ein Feuer in einem alten Ölfass diente dazu, die steif gewordenen Finger aufzuwärmen. Bereits nach dem zweiten Winter wurde ein neuer, elektrisch betriebener Schlepplift angeschafft und eine gebrauchte Baubaracke wurde zu einer Skihütte umfunktioniert. Tagsüber und am Abend, bei beleuchteter Piste, war jeweils viel los, sowohl auf der Piste wie auch im Skihüsli, wo sich die vielen Ski- und Nicht-Skifahrer bei einem Kaffee «mit Schuss» aufwärmten und gemeinsam viele gesellige Stunden verbrachten. Die daraus entstandenen Freundschaften waren auch damals schon die Motivation, um den Skilift jedes Jahr wieder aufs Neue aufzubauen. In den ersten Jahrzenten waren 15 bis 30 Betriebstage pro Saison die Regel.
Nach gut 25 Jahren hatten die Familien Erb und Treier genug und freuten sich, dass sie den Skilift in die Hände einer jüngeren Generation übergeben konnten. Im Winter 1994/95 übernahm der Turnverein Oberhof provisorisch für eine Saison den Liftbetrieb und am 17. Mai 1995 wurde mit dem «schii-team-saalhöchi» ein neuer Verein gegründet, welcher so die weitere Zukunft des kleinen Skilifts sicherte.

Bei guten Schneeverhältnissen lohnt sich ein Ausflug zu den Loipen im Hotzenwald. Foto: Peter SchützBlick über die Grenze
In Herrischried auf über 800 Meter – eine halbe Stunde von der Grenze entfernt – wird der Skilift für den Betrieb vorbereitet. Ebenso das grösste zusammenhängende Loipennetz Deutschlands mit rund 1200 Kilometern. Einen Beitrag dazu leistet der Loipenverein Hotzenwald im südlichen Schwarzwald, bei dem viele Schweizer Mitglieder sind.
2003 gegründet, betreut er ein über 50 Kilometer langes Loipennetz für klassische und Skating-Technik. Hinzu kommen zwölf Kilometer gewalzte Winterwanderwege. Und mit der Flutlichtloipe in Herrischried besteht die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit den Langlaufsport auch an drei Abenden pro Woche auszuüben.
«Das Tolle ist, dass alles dezentral ist, es kommt sich niemand in die Quere», schwärmt Bernhard Kühnel, Vorsitzender des Loipenvereins Hotzenwald, «es gibt viel Zugangs- und Parkmöglichkeiten.»

Bilder:
Wenn Schnee liegt, herrscht Hochbetrieb am Skilift Wegenstetten. Foto: zVg
Bei guten Schneeverhältnissen lohnt sich ein Ausflug zu den Loipen im Hotzenwald. Foto: Peter Schütz