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Das Umschlagbild des 94. Jahrgangs der Schrift Vom Jura zum Schwarzwald zeigt die Mechanische Buntweberei Brennet um 1900. Foto: zVg

Neues «Vom Jura zum Schwarzwald» vorgestellt

(lh) Am vergangenen Freitag wurde in Möhlin der 94. Jahrgang der Schrift «Vom Jura zum Schwarzwald» vorgestellt. Werner Brogli, Vorstandsmitglied der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde, Herausgeberin des Heftes, begrüsste im Keller der Villa Kym die Autorinnen und Autoren, Pressevertreter sowie Vereinsmitglieder. Markus Fäs überbrachte die Grüsse des Gemeinderates und beschrieb die Geschichte der Villa Kym.

Linus Hüsser gab als Redaktor einen Überblick über den Inhalt der gut 130 Seiten umfassenden Schrift. Ihr Umschlagbild zeigt die Mechanische Buntweberei in Brennet um 1900. Reinhard Valenta geht in seinen Ausführungen der Frage nach, wie viel damals eine in Wehr wohnende Weberin verdiente und was sie sich mit ihrem Lohn leisten oder eben nicht leisten konnte. Martin Blümcke beschreibt die Geschichte der 1912 gegründeten Ziegelei in Grunholz bei Laufenburg D, die 1966 wegen Rohstoffmangels ihren Betrieb einstellen musste. Einem speziellen Thema widmet sich der Beitrag von Jürgen Wild und Michael Gnatzy: den in den 1870er-Jahren vom Säckinger Konsumverein herausgegebenen Konsummarken.
Seit Jahrzehnten treten in Möhlin immer wieder Funde zutage, welche die Aufmerksamkeit der Archäologen auf sich ziehen. Jakob Baerlocher beschreibt in seinem Beitrag einen solchen Fund: ein römisches Balneum, ein Badegebäude, das im Quartier Chleematt bei Riburg entdeckt wurde. Zu einem weiteren archäologischen Ausflug – nun ins obere Fricktal nach Kaisten – nehmen Cecilie Gut, Örni Akeret und David Wälchli die Leserschaft mit. Dort wurden 2019 u.a. die Reste eines Mühlekanals aus der Zeit um 1500 ausgegraben. Die aus der Verfüllung des Kanals geborgenen Pflanzenreste erlauben interessante Rückschlüsse auf die natürliche Vegetation um 1500 und die damals angebauten Kulturpflanzen. Spannend ist auch der Bericht von David Wälchli zu den neusten Ergebnissen der archäologischen Bodenforschung im Fricktal.
Vor 150 Jahren ging Deutschland siegreich aus dem Deutsch-Französischen Krieg hervor. Wie wurde dieser Sieg in Säckingen gefeiert? Wie hielt man das Gedenken an den Krieg in den folgenden Jahren aufrecht? Eveline Klein gibt die Antworten und erwähnt dabei die in Säckingen produzierten Bildertücher, die an den Krieg erinnern. Sophie Fäs aus Möhlin bereichert das Heft mit ihren Ausführungen zu den habsburgischen Hebammenreformen im Fricktal. Ihr Beitrag stützt sich auf ihre in diesem Jahr eingereichte Masterarbeit. (Die Schrift kann bezogen werden unter www.fbvh.ch)

Bild: Das Umschlagbild des 94. Jahrgangs der Schrift Vom Jura zum Schwarzwald zeigt die Mechanische Buntweberei Brennet um 1900. Foto: zVg