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Grosses Interesse weckte der Vortrag zum neuen Betriebsplan von Förster-Stellvertreter Andreas Freuler. Der Klimawandel stellt die künftige Waldbewirtschaftung vor grosse Herausforderungen. Foto: Andreas Thommen

Gut besuchte Waldbegehung des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg

(at) Mehr als 100 Personen durfte Gemeinderat Fabian Hossli aus Zeihen am Waldumgang des Forstbetriebes Homberg Schenkenberg im Namen der beteiligten Gemeinden Thalheim, Schinznach, Zeihen und Böztal begrüssen.

Die muntere Schar spazierte bei fast sommerlichem Herbstwetter von der Buechmatt oberhalb Schinznach talwärts Richtung Forstwerkhof Zeihen. Förster Rolf Treier und sein Stellvertreter Andreas Freuler gaben dabei spannende Einblicke in die forstwirtschaftliche Planung. Die Anpassung des Waldes an den Klimawandel stellt die Waldwirtschaft derzeit vor grosse pflanzenbauliche Herausforderungen. Auf dem weiteren Weg zeigte das sehr engagierte Forstteam sein Können anhand verschiedener Maschinen- und Handarbeitsvorführungen im Waldbau und bei Naturschutz-Aufträgen.

Erfinder der Nachhaltigkeit
Grosses Interesse weckte die Einführung von Forstingenieur Andreas Freuler, welcher anhand von fünf Postern den Aufbau der Betriebsplanung für die nächsten 15 Jahre aufzeigte. Im Betriebsplan wird detailliert festgelegt, welche Baumarten und Waldtypen das jeweilige Waldbild bestimmen und wie es in den kommenden Jahren genutzt werden darf. Die Förster gelten gemeinhin als Erfinder der Nachhaltigkeit. Schon in sächsischen Waldgesetzen aus dem Jahr 1713 wurde erwähnt, dass man nicht mehr Holz ernten darf, als nachzuwachsen vermag. Andreas Freuler erklärte in einem spannenden Vortrag, dass dieser Grundsatz auch heute noch gilt. Eine wichtige Grösse im Betriebsplan ist daher die Festlegung des Hiebsatzes. Das heisst der Menge an Holz, welche jährlich geschlagen werden darf.

Auch dies gehört zu den Aufgaben des Forstbetriebes. Stabilisierung eines Hangrutsches mit einem Holzrahmen an der Waldstrasse zur Buechmatt. Foto: Andreas ThommenGute Mechanisierung sorgt für Schlagkraft
Grosses Interesse weckten auch die praktischen Posten, zum Beispiel die Stabilisierung eines Hangrutsches mit Hilfe eines Holzrahmens oder die diversen Mäh- und Pflegearbeiten in den Naturschutzgebieten und an den Bahnborden der SBB. Die Vorführungen zeigten, dass zur Umsetzung dieser Arbeiten eine gute Mechanisierung und ein fachlich versiertes Team Voraussetzung sind. Dies alles ist beim Forstbetrieb Homberg Schenkenberg gegeben.

Gemütlicher Abschluss im Werkhof
Der spannende Rundgang wurde aufgelockert durch einen feinen Apéro mit wunderschönem Blick auf Oberzeihen und fand im Werkhof seinen gemütlichen Abschluss bei einem vom Forstbetrieb offerierten Nachtessen.
Gemeinderat Fabian Hossli betonte in seiner Abschlussrede, dass er stolz auf den gemeinsamen Forstbetrieb sei und empfahl allen Anwesenden, an den kommenden Gemeindeversammlungen der modernen Organisationsform für den Forstbetrieb zuzustimmen. Sein Dank an das Forstteam und die Küchenmannschaft für diesen erlebnisreichen Tag erntete grossen Applaus.
Danach wurde noch bis in die Nacht hinein diskutiert und gefeiert, begleitet von wunderschönen Alphornklängen des Forstwart-Lehrlings Leon Müller.

Bilder
Erstes Bild: Grosses Interesse weckte der Vortrag zum neuen Betriebsplan von Förster-Stellvertreter Andreas Freuler. Der Klimawandel stellt die künftige Waldbewirtschaftung vor grosse Herausforderungen. Foto: Andreas Thommen
Zweites Bild: Auch dies gehört zu den Aufgaben des Forstbetriebes. Stabilisierung eines Hangrutsches mit einem Holzrahmen an der Waldstrasse zur Buechmatt. Foto: Andreas Thommen