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Erfahrungsaustausch von KESB und Insieme – am 20. November in Rheinfelden

(HM) Nachdem vor zehn Jahren die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB schweizweit installiert wurde, treffen sich Insieme Rheinfelden und die KESB zu einem umfassenden Erfahrungsaustausch. In dieser Form wagen sich die Verantwortlichen an ein einzigartiges Projekt. Der Anlass findet am Montag, 20. November, um 18 Uhr in Rheinfelden, im reformierten Kirchgemeindehaus «Robersten» statt.

Wenn Kinder oder Angehörige mit einer kognitiven Behinderung volljährig werden, wird ein grosser Teil von den Eltern oder der nahen Verwandten mit der KESB in Kontakt treten. Sie werden als private Mandatsträger Beistandsaufgaben übernehmen dürfen oder müssen. Eltern mit etwas längerer Erfahrung kennen die Gefühle sehr gut, die bei diesem Kontakt auftauchen. Viele sehen die Behörde als willkommene Hilfe, als Interessensvertretung für Menschen mit einer Behinderung, andere sehen darin eine mehr oder weniger notwendige staatliche Oberaufsicht, oder sie empfinden die KESB gar als Eindringling in die familiäre Privatsphäre. Kurz und gut: Es können Spannungsfelder jeder Art entstehen. - In diesem Kontext findet es Insieme Rheinfelden, der Selbsthilfeverein für Betroffene von behinderten Angehörigen, wieder einmal an der Zeit, mit der KESB einen Gedankenaustausch zu pflegen.

Ein Strauss an Fragen
Der Anlass wurde durch ein vereinsinternes Komitee sorgfältig vorbereitet. Eine Umfrage förderte einen Strauss von Fragen und Aussagen zutage, welche auch für die KESB eine Herausforderung sein können. Ein Themenkreis befasst sich zum Beispiel mit Tipps zu einem korrekten und stressfreien Umgang zwischen Behörden und Familien, andere Themen handeln von einer geteilten Beistandschaft, von der Aus- und Weiterbildung von Berufsbeiständen, von belastenden ethischen Fragen, wie zum Beispiel den Verantwortlichkeiten im Falle eines Kinderwunsches oder der Sterilisation von Frauen mit einer kognitiven Behinderung, oder von einer Patientenverfügung für Menschen, die nicht selber entscheiden können. Weitere Fragen sind technischer Natur, zum Beispiel zur erleichterten Buchführung, zu Kontrollgebühren, zu Vermögensfragen und zu Interventionen der KESB bei Erbangelegenheiten. Dies ein kurzer praktischer Ausschnitt aus den diversen Themenbereichen.
Der Anlass wird zwei Stunden dauern und mit einem kleinen Apéro enden. Parkmöglichkeiten finden sich im nahe gelegenen Parkhaus des Parkresorts Rheinfelden. Die Moderation des Abends liegt in den Händen der Co-Präsidenten Robin Carrard und Fabian Häusel. Die KESB ist kompetent vertreten durch Christine Glur, Fachrichterin der KESB Rheinfelden und Laufenburg, sowie durch Markus Grieder, Revisor der KESB Rheinfelden und Laufenburg. Wenn sich auch Personen ausserhalb der Insieme-Familie angesprochen fühlen, oder einfach einmal die KESB kennen lernen möchten, sind sie herzlich zum Besuch eingeladen. Sie werden jedoch gebeten, sich bei der Vereinssekretärin Margret Schiesser, Zuzgen, anzumelden; Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..