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Elisabeth Bitter (links) und Béatrice Nauer geniessen ihre gemeinsame Zeit sichtlich.Foto: zVg

Eine Gesellschaft, die beide schätzen – Besuchs- und Begleitdienst Aargauer Rotes Kreuz

(srk) Seit über fünf Jahren reden und lachen Elisabeth Bitter und Béatrice Nauer regelmässig zusammen. Kennengelernt haben sich die beiden durch den Besuchs- und Begleitdienst des Aargauer Roten Kreuzes.

Jede dritte Person in der Schweiz fühlt sich manchmal bis sehr oft einsam. Das ergab eine Umfrage des Bundesamtes für Statistik (BFS). Einsamkeit setzt der Psyche und dem Körper nachweislich zu. Genau dort setzt der Besuchs- und Begleitdienst des Aargauer Roten Kreuzes an. Freiwillige unterstützen alleinlebende Menschen, ältere Personen oder Menschen mit einer Beeinträchtigung, ihr soziales Netzwerk zu erweitern, und begleiten sie in ihrer Freizeitaktivität.

Grosses Vertrauen
Durch den Besuchs- und Begleitdienst haben sich auch Elisabeth Bitter (82) und die Freiwillige Béatrice Nauer (77) kennengelernt. Seit über fünf Jahren treffen sich die beiden regelmässig, gehen spazieren, trinken einen Kaffee und tauschen gegenseitig ihre Gedanken und Alltagsgeschichten aus. «Mit Béatrice kann ich wirklich über alles reden», sagt Elisabeth Bitter, die in Laufenburg wohnt. Das grosse Vertrauen spürt Béatrice Nauer aus Herznach gut, wie sie sagt: «Bethli ist so ein liebenswerter Mensch. Ich weiss, dass ihr unsere gemeinsame Zeit sehr viel bedeutet.»

«Es gibt viele einsame Menschen in meiner Nähe»
Kurz nachdem der Ehemann von Elisabeth Bitter ins Pflegezentrum verlegt werden musste, hat sich einer ihrer Söhne an den Besuchs- und Begleitdienst des SRK Kanton Aargau gewandt und um Unterstützung für seine Mutter gebeten. «Ich bin seit einiger Zeit in der Bewegung ziemlich eingeschränkt und habe daher grossen Respekt, wenn ich allein spazieren gehe», erzählt die Seniorin. Dementsprechend ist jedes Treffen mit Béatrice Nauer geprägt von einem gemeinsamen Spaziergang – ausser bei Regen, da bleiben die beiden Frauen lieber drinnen, erzählt Béatrice Nauer mit einem Lachen.
Angesprochen auf den Besuchs- und Begleitdienst sagt Béatrice Nauer: «Es ist sehr wichtig, dass es ein solches Angebot gibt. Erst seit ich mich freiwillig für ältere und alleinstehende Menschen engagiere, ist mir bewusst geworden, wie viele einsame Personen es in meiner Nähe gibt, die sich über eine gelegentliche Gesellschaft und Abwechslung in ihrem Alltag freuen würden.» Dem stimmt Elisabeth Bitter nur zu – und freut sich bereits wieder auf ihr nächstes Treffen.

Bild: Elisabeth Bitter (links) und Béatrice Nauer geniessen ihre gemeinsame Zeit sichtlich.Foto: zVg