(bb) Anlässlich des Besuchs von Béa Bieber, Grossrätin des Kantons Aargau und Präsidentin des Oberrheinrats, an der Spring School der Regio Basiliensis / Universität Basel / Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im Februar im Schwarzwald entstand die Idee, ein Dreilandspiel für Oberstufen-Schulen im Dreiland zu entwickeln.
Ziel des Spiels soll es sein, aktuelle Themen in unserer Region mit Hilfe unterschiedlicher Perspektiven zu diskutieren und Lösungsansätze zu erkunden. «Dies fördert das Verständnis schon auf Stufe Jugendlicher für die Herausforderungen der Region und auch die Einsicht, dass wir sie nur gemeinsam lösen können», ist Béa Bieber sicher.
Der von den Studierenden Ivo Rickenbach und Dominique Wilk mitentwickelte Prototyp des Spiels konnte am 7. Mai mit einer Klasse der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) in Rheinfelden getestet werden und eine nächste Validierung mit einer Klasse des Georg-Büchner-Gymnasiums in Rheinfelden (Baden) wird bald durchgeführt. Für den Testlauf des Spiels ist das Thema Mobilität und dessen Herausforderung im Dreiland ausgewählt worden wobei die Teilnehmenden anhand von Stakeholder-Spielkarten den Blickwinkel zum Thema mit völliger Ideenfreiheit verschiedentlich ändern und auf ihre Wirksamkeit prüfen können.
Bei den ersten Testläufen wurden von den SchülerInnen zahlreiche prüfenswerte Ideen eingebracht, wie sich der ÖV im Dreiland stärken und verbessern könnte. Das Spiel erlaubt eine Skalierung zu vielen für das Dreiland relevanten Fragestellungen und wird nach den ersten Erfahrungen in der Nutzung nun weiterentwickelt.
Frank Grimberg, Hochschuldozent an der FHNW, ist mittreibende Kraft bei der Verwirklichung des Dreilandspiels. Zu seiner Motivation, um das Dreilandspiel voranzutreiben, meint er: «Die Idee von ‹Grenzen› hat mich schon immer fasziniert, wahrscheinlich auch deshalb, weil ich als Holländer an der Grenze zu Deutschland aufgewachsen bin. Auf Anhieb sind Grenzen eher lästig, aber, wenn man sich damit auseinandersetzt, dann können sie echt zur Chance werden. Für unsere Region möchte ich diese Chancen mit Jugendlichen erkunden auf eine Art und Weise, die für unsere Jugend spannend und attraktiv ist. Das Dreilandspiel ist dafür wohl perfekt geeignet.»