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Klienten der Stiftung FARO beim Aufsammeln der Äpfel – bei jedem Wetter. Foto: © Chris Iseli / Coopzeitung

Baumglück – Jurapark-Süssmost mit Herz: Erfolgreiche Ernte von Hochstammobst

(ar) Kräftige Hochstammbäume sind nicht wegzudenken aus der Jurapark-Landschaft. Die stolzen Bäume prägen die Hügel und Täler der Region und bieten verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Doch deren Bewirtschaftung und Ernte ist zeitintensiv und sie verschwinden zunehmend. Der Jurapark Aargau, die sozialen Stiftungen FARO und MBF sowie die Kontaktgruppe Asyl Frick schaffen mit dem Baumglück-Most Abhilfe. Der Most-Verkauf trägt zum Erhalt der Hochstammbäumen und der Wertschöpfung in der Region bei.

Klienten der Stiftung FARO beim Aufsammeln der Äpfel – bei jedem Wetter. Foto: © Chris Iseli / CoopzeitungDiesen Herbst sammelten Menschen mit Beeinträchtigung der Stiftungen MBF und FARO bereits zum fünften Mal Äpfel von rund 190 ungenutzten Hochstammbäumen im Parkperimeter. Neu dabei ist seit diesem Jahr auch die Kontaktgruppe Asyl Frick, die bei der Sammlung tatkräftig mitgeholfen hat. Die insgesamt 46 Baumbesitzer können ihre Bäume aus zeitlichen, körperlichen oder auch wirtschaftlichen Gründen nicht selbst ernten und haben diese dem Jurapark Aargau für das Projekt «Baumglück» zur Verfügung gestellt.

Bei ArboVitis in Frick wurde ein Teil der Äpfel vermostet und abgefüllt. © Chris Iseli / CoopzeitungErntereiches Apfel-Jahr
Die zusätzliche Hilfe durch die Kontaktgruppe Asyl Frick war dringend notwendig – war es doch ein besonders erntereiches Apfel-Jahr. Rund 13 Tonnen Äpfel konnten gesammelt und von den drei Betrieben Früchtefarm in Sulz, Familie Obrist in Sulz und ArboVitis in Frick zu Süssmost verarbeitet werden. Und zusätzliche Äpfel hätten geerntet werden können. Da die Absatzkanäle jedoch beschränkt sind, konnte nicht die volle Menge ausgeschöpft werden.

Bei der Stiftung MBF werden die Glasflaschen für Coop etikettiert. Foto: © Markus Hässig / CoopzeitungAus den gewonnenen Früchten wurden mehr als 7000 Halbliter-Glasflaschen, rund 9000 Halbliter-PET-Flaschen und über 200 5L-Bag-in-Boxen abgefüllt. Das restliche, liegengebliebene Obst wird nun den Tieren verfüttert oder zerfällt unter den Bäumen zu Kompost. Die produzierten Flaschen werden bei den regionalen Coop-Filialen, beim Gartencenter Zulauf AG in Schinznach sowie im Jurapark-Onlineshop verkauft. Der Jurapark Aargau ist ausserdem offen für Abnehmer von grösseren Mengen wie Restaurants und Läden, die den sozialen Most vertreiben oder anbieten möchten.

Profitiert von alten Hochstammbäumen: die im Jurapark Aargau vorkommende Fledermausart «Graues Langohr». Foto: zVgMensch und Natur profitieren
Damit auch kommende Generationen in den Genuss blühender Hochstammbäume und leckeren Früchten kommen und diese gesund und ertragreich bleiben, bietet das Projekt «Baumglück» den interessierten Baumspendern eine Beratung zum Schnitt ihrer Bäume an. Die Motivation hinter dem Engagement der Verantwortlichen ist der Erhalt von wichtigen Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten sowie der Sortenvielfalt. Zudem schätzen die Obstsammlerinnen und -sammler die abwechslungsreiche Arbeit und geniessen den Kontakt mit den Baumbesitzerinnen.
Mehr zum Projekt «Baumglück» finden Interessierte unter: www.jurapark-aargau.ch/baumglück 

Labelbutton. Foto: © Jurapark AargauBilder
Erstes und zweites Bild: Klienten der Stiftung FARO beim Aufsammeln der Äpfel – bei jedem Wetter. Foto: © Chris Iseli / Coopzeitung
Drittes Bild: Bei ArboVitis in Frick wurde ein Teil der Äpfel vermostet und abgefüllt.
© Chris Iseli / Coopzeitung
Viertes Bild: Bei der Stiftung MBF werden die Glasflaschen für Coop etikettiert.
Foto: © Markus Hässig / Coopzeitung
Fünftes Bild: Profitiert von alten Hochstammbäumen: die im Jurapark Aargau vorkommende Fledermausart «Graues Langohr». Foto: zVg
Sechstes Bild: Labelbutton. Foto: © Jurapark Aargau