(pd/fi) Der Kanton Aargau fördert wiederum mit Swisslos-Beiträgen Projekte aus allen Bereichen. Mit dieser finanziellen Unterstützung soll die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt im Kanton Aargau gefördert werden, schreibt der Kanton. Auch Projekte im Fricktal profitieren, unter anderem das Rehmann-Museum in Laufenburg oder der slowUp Hochrhein.
71 gemeinnützige Projekte erhalten per 1. Juni 2026 einen Beitrag oder eine Defizitgarantie aus dem Swisslos-Fonds. Darunter auch Projekte in der Region Fricktal. So erhält das Rehmann-Museum in Laufenburg einen Beitrag von 70'000 Franken sowie eine Defizitgarantie von 15'000 Franken für ihre nächste Sonderausstellung «Mo-Diener-Hologramm» mit Rahmenprogramm. 10'000 Franken gehen an den autofreien Erlebnistag slowUp Hochrhein, der am am 21. Juni 2026 stattfindet.
Das Nachwuchswochenende des Nordwestschweizerischen Jodlerverbands findet ihn Hottwil statt und erhält 1825 Franken. Es bietet Kindern und Jugendlichen einen Einblick in traditionelle Brauchtumskulturen. Während drei Tagen wird das Jodeln, Alphorn- und Büchelblasen sowie das Fahnenschwingen gefördert. Das Projekt bezweckt die Förderung dieser Schweizer Traditionen durch gezielte Nachwuchsarbeit.
Die Jugendband Wegenstettertal wird unterstüzt mit 4000 Franken für die Jugendmusikförderung Blasmusik im Wegenstettertal bzw. für ihr 3-Länder-Konzertprojekt. Und 20'000 Franken erhält der Verein Atopos Augst für seinen theatralen Audiospaziergang auf dem Gelände der Saline Ribug.
Eine Auswahl von weiteren Projekte, die unterstüzt werden:
Literatur, die hinschaut
• Das Sachbuchprojekt «Nonstop – Ohne uns kollabiert das System» widmet sich der Sichtbarmachung systemrelevanter Berufe. 12 Reportagen über den Arbeitsalltag von Personen in unterschiedlichen Berufsfeldern, ermöglichen den Lesenden einen Einblick in die Lebensrealitäten und Erfahrungen der portraitierten Personen. Das Sachbuch verbindet Reportagen über den Arbeitsalltag und Stimmen aus der Wissenschaft, um aufzuzeigen, was Personen in unterschiedlichsten Berufen für unsere Gesellschaft leisten.
• Der Verein Leben und Lernen vereint Rezepte aus aller Welt: Ein Kochbuch mit Lieblingsrezepten des Küchenteams, ergänzt durch persönliche Erzählungen und Kurzportraits der beteiligten Köchinnen und Köche, soll die Bedeutung einzelner Gerichte thematisieren. Erinnerungen an die Heimat, sowie neue kulinarische Mischformen zwischen Herkunft und Schweiz werden mit sachlichen Hintergrundinformationen zu Flucht, Migration und Integration ergänzt und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarmachung der kulturellen Vielfalt.
• In ihrem neuen Werk thematisiert die Autorin und Journalistin Miriam Suter die Bedeutung des Umfelds bei der Unterstützung gegen sexualisierte und häusliche Gewalt. In einem Sachbuch untersucht sie, welche Dynamiken im sozialen Umfeld zu vermeiden sind und welchen Handlungsspielraum Angehörige haben. Das Buch dient als Grundlage für Workshops und Weiterbildungen und bietet praktische Elemente zur Unterstützung von Betroffenen.
• «Aargauer Dorfwelten» ist eine Einladung, den Kanton Aargau mit neuen Augen zu entdecken. Im Mittelpunkt der Publikation stehen ausgewählte 23 Dörfer und Städte, die durch ihre Geschichte und ihren Charakter geprägt sind. Das Buch verbindet Fotografien mit recherchierten Texten über die jeweiligen Orte und beinhaltet empfohlene Wege durch historische Ortskerne und Kulturlandschaften,
um einen tieferen Einblick in den Kanton Aargau und seine Geschichte zu erhalten.
Einsatz für die Umwelt
• Die Naturwerkstatt Eriwis konzipiert im Rahmen eines zweijährigen Projektes ein neues Umweltbildungsprogramm für Kinder und Jugendliche. Mit Naturkursen über ökologische Themen wie Biodiversität, Heilpflanzen und Insekten, soll ein ausserschulischer Lernort geschaffen werden. Im Vordergrund steht dabei praxisnahes, forschendes und kreatives Lernen, wodurch den Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge zwischen Umwelt, Gesellschaft und ihrer eigenen Verantwortung nähergebracht werden.
• Der Rebhang in Auenstein verwandelt sich in einen familienfreundlichen Beobachtungspfad durch den vielfältigen Landschaftsraum. Der Rebhang ist gezeichnet von diversen Pflanzen, Bäumen, Laichgewässern und Sandflächen und bietet daher einen wertvollen Lebensraum für verschiedene Tierarten. Um diese Artenvielfalt erlebbar zu machen, entsteht ein Beobachtungspfad mit analogen und digitalen Vermittlungsformen: Mehrere Infotafeln sowie eine interaktive App, regen die Besucherinnen und Besucher dazu an, sich auf spielerische Weise mit der Artenvielfalt auseinanderzusetzen.
Musikalische Nachwuchsförderung
• Der nationale Verein, Helvetiarockt, setzt sich für die Gleichstellung aller Geschlechter in der aktuellen Musik ein. Im Rahmen des Music Labs werden zwei öffentliche Workshops im Aargau organisiert, um die musikalische Teilhabe für Mädchen und Frauen zu fördern. Im Rahmen des «Songwriting Workshops» treffen junge Songwriterinnen auf professionelle Musikerinnen um eigene Songideen zu entwickeln. Dazu bereitet der «Performance Weekender Workshop» Bands auf ihre ersten Konzerte vor. Durch kollaborative Methoden lernen sich junge Musikerinnen ver-tiefter kennen und können dadurch überregionale Kontakte in der Schweizer Musikszene knüpfen.
• Dass Aargauer Jugendliche ihre Musik in die Welt tragen, zeigt das Orchesterprojekt der jungen Bläserphilharmonie Aargau. Um am Weltjugendmusikfestival teilzunehmen, studiert der Verein ein anspruchsvolles Konzertprogramm ein. Auf ihrer Tournee macht das Orchester ausserdem halt in Möriken-Wildegg und Bremgarten und verzaubert nebst internationalem Publikum auch die Aargauer Bevölkerung.