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Grosses Interesse der Zeininger Bevölkerung am Neubau des MZG «Aennermatt». Foto: zVg

Neues MZG in Zeiningen: Lösung für Schule und Mehrwert für Vereine und ganzes Dorf

(ath) Über 130 Interessierte besuchten am 25. Oktober die Infoveranstaltung der Gemeinde Zeiningen zum geplanten Mehrzweckgebäude (MZG) «Aennermatt». Zentrales Thema: Die aktuell budgetierten Kosten von 12 Millionen Franken übersteigen die ursprünglich angenommenen 8,3 Millionen deutlich. Über den Kredit stimmt die Bevölkerung am 7. Dezember ab.

Es geht um viel: Viel Mehrwert – aber auch hohe Kosten. Deshalb wollte die Gemeinde Zeiningen an der Informationsveranstaltung über das geplante neue MZG auch viel Informationen und Austauschmöglichkeiten bieten.
Sie wählte dafür ein interaktives Format: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen während des Abends an drei Informationsständen vorbei, die sich mit verschiedenen Aspekten auseinandersetzten. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, der Vereine und die Architekten informierten an den Ständen zu den Themen Finanzen, Mehrwert für die Gemeinde und das Gebäude. Im Anschluss stellten sich die Fachpersonen den Fragen der Bevölkerung in einer Podiumsdiskussion.

Grosses Interesse der Zeininger Bevölkerung am Neubau des MZG «Aennermatt». Foto: zVgFinanzielle Bedenken
Viele Gäste äusserten Befürchtungen, dass die budgetierten Kosten von 12 Millionen möglicherweise nicht ausreichen könnten, um das MZG umzusetzen. «Für die neue Kostenkalkulation sind drei Faktoren verantwortlich: die sehr hohe Inflation von 10 Prozent im Bauwesen, die Beschaffenheit des Bodens, die zu Mehrkosten bei der Entwässerung führt, sowie neue Parameter für die Berechnung», führte Gemeinderat Ralf Wunderlin, Präsident der Spezialkommission, im Plenum aus. In den 12 Millionen sei aber auch bereits eine Reserve von 10 Prozent eingerechnet.

Grosses Interesse der Zeininger Bevölkerung am Neubau des MZG «Aennermatt». Foto: zVgWeiterhin schwarze Zahlen
Es wurden zudem Bedenken geäussert, der Steuerfuss könnte erhöht werden, um das Projekt zu finanzieren. Gisela Taufer, Gemeindepräsidentin: «Der Gemeinderat, die Finanzverwaltung und die Finanzkommission haben das Projekt geprüft und kommen zum Schluss, dass es ohne Steuererhöhung machbar ist». Sie ergänzt: «Wir sehen mit den Prognosen und Annahmen von heute, dass die Rechnungsabschlüsse trotz hoher Investitionen in den nächsten zehn Jahren positiv bleiben.»

Grosses Interesse der Zeininger Bevölkerung am Neubau des MZG «Aennermatt». Foto: zVgMelanie Sailer, Gemeinderätin Ressort Schule, unterstrich, wie wichtig das MZG für die Schule und die Musikschule sei. «Wir brauchen Schulraum – und zwar dringend. Die Schülerzahlen steigen und die Schulräume genügen schon heute nicht mehr», appellierte sie. Sollte der Kredit abgelehnt werden, müsste das Schulhaus aufgestockt werden. «Um für junge Familien und Zuzüger attraktiv zu bleiben, brauchen wir modernen Schulraum», setzte sie nach. Ausreichend Schulraum sei ausserdem keine Kür, sondern vom Kanton vorgeschrieben.
Gemäss der Spezialkommission ist der Neubau eine deutliche Aufwertung für das Dorfleben. Daniel Graf, Mitglied der Spezialkommission und Vereinsvertreter: «Nicht nur für die Schule ist der Neubau eine deutliche Aufwertung. Auch die Vereine freuen sich, wenn die Gemeinde am 7. Dezember den Kredit verabschiedet. Die heutige Infrastruktur in der Mitteldorfhalle ist ungenügend, veraltet und entspricht den Anforderungen auch feuerpolizeilich nicht mehr. Die Hürden, in diesem Gebäude einen Anlass zu organisieren, sind enorm hoch.»
Trotz Bedenken bezüglich der Finanzen herrschte an der Infoveranstaltung eine interessierte Haltung gegenüber dem MZG-Projekt. Alle Informationen zum Projekt unter https://www.zeiningen.ch/neubaumehrzweckgebaeude

Bilder: Grosses Interesse der Zeininger Bevölkerung am Neubau des MZG «Aennermatt». Fotos: zVg