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«IG-Neuausrichtung Elektra Zeiningen» – Eigenwirtschaftsbetrieb Elektra wird in Frage gestellt

(eing.) In Zeiningen ist die «IG-Neuausrichtung Elektra Zeiningen» aktiv geworden. In nachfolgenden Schreiben informiert sie darüber, warum ihrer Ansicht nach bei der Elektra Zeiningen Reformen Platz haben sollten.

«Mit einem Überweisungsantrag an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember fordert die Interessengemeinschaft «IG-Neuausrichtung Elektra» vom Gemeinderat, die Vor- und Nachteile eines Verkaufs der Elektra an einen starken Partner, aufzuzeigen und die Förderung der erneuerbaren Energie, speziell die Photovoltaik zu unterstützen, ernst zu nehmen.
Die dramatische Strompreiserhöhung und die Reglemente der Elektra haben in Zeiningen zu einer Interessengemeinschaft mit 25 Interessierten geführt, die ohne Öffentlichkeit schnell zu einer starken, überparteilichen Stimme geführt hat. Dem Gemeinderat wurden Fragen und Forderungen zur «Neuausrichtung Elektra» gestellt, die Behörde reagierte und sie lud umgehend zu einem runden Tisch mit Elektrakommission, zwei Fachpersonen und Vertretungen der IG-Neuausrichtung Elektra, ein. Wie es zur Strompreiserhöhung kam, sollte dargelegt werden, und die Frage, wie weiter mit der Elektra Zeiningen, stand zur Diskussion. Aus Dokumenten, die am runden Tisch vorlagen, geht hervor, dass die Elektra im Jahr 2020 einen Strategiewechsel in der Strombeschaffung mit Hilfe professioneller Partner ins Auge gefasst hat. Von der Zeitpunktbeschaffung zum etappierten Stromeinkauf zu wechseln, war das Ziel. Verzögerungen, wie in trägen Milizorganisationen üblich, führten dazu, dass in den unruhigen Zeiten des Strommarktes im Jahr 2021 der Einkaufszeitpunkt für den Stromeinkauf für 2022/2023 verpasst wurde. Der Gemeinderat hatte am 25. Oktober über den runden Tisch allgemein berichtet. Daraus geht hervor, dass die Behörde mit Elektrakommission und den professionellen Partnern, auf Anregung der IG, gewillt ist, (PVA)-Rücklieferungstarife den gesetzlichen Vorgaben anzupassen, und die Förderung erneuerbarer Energie unterstützen will. Zukunftsgedanken, einen Verkauf der Elektra in Betracht zu ziehen, diese Strategie kam am runden Tisch nicht gut an. Unsere Elektra hat aber längst keine Eigenständigkeit mehr und ist vollumfänglich von vier professionellen Partnern abhängig. Darum soll die Weiterführung des Eigenwirtschaftsbetriebes hinterfragt werden. Vor- und Nachteile eines Verkaufs der Elektra an einen starken Partner sollen durch neutrale Instanzen aufgezeigt werden, damit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2023 über unsere zukünftige Stromversorgung entscheiden können. Das ist das Ziel der ‹IG-Neuausrichtung Elektra› Zeiningen.»