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Für mehr junge Menschen in der Politik – Jungpolitikerin Melanie Holle hielt Festrede in Zeiningen

Für mehr junge Menschen in der Politik – Jungpolitikerin Melanie Holle hielt Festrede in Zeiningen

(aw) Das Wetter hätte besser nicht sein können zur 1.-August-Feier in Zeiningen. Zumindest zu Beginn. Bei der gut besuchten Feier hielt die in Zeinigen aufgewachsene «junge Grüne» Melanie Holle die Festrede.

Melanie Holle bezeichnet sich in ihrere Rede als klimafeministische Menschenrechtspolitikerin und habe sich etwas über die Anfrage als Rednerin gewundert und doch auch gefreut. Schliesslich wäre ihre Politik fern von Patriotismus. Nur beim Fussball würde sie auch für die Schweiz judeln, gibt sie schmunzelnd zu. Die 23-jährige schaut in ihrer Rede zuerst zurück und erinnert sich daran, wie sie sich politisierte. Von ihrer Mutter inspiriert, die sich unter anderem für Tempo 30-Zonen einsetzte und in der Schulpflege tätig war, war es doch eine globale Katastrophe, die die damalige Primarschülerin aktiv werden liess. Das Erdbeben in Haiti und der daraus resultierende Überlebenskampf der Opfer erschütterte sie. Sie verkaufte Kuchen vor dem Volg und sammelte Geld für die Katastrophenopfer. 
Ihre politische Karriere begann dann kurz vor ihrem 18. Geburtstag als sie sich im Internet bei den «jungen Grünen» anmeldete. Das Amt als Co-Präsidentin der überparteilichen Organisation «Frauen und Politik im Fricktal» bescheerte Melanie Holle die Teilnahme an verschiedensten Events und weitere politische Vernetzung. «Ich war mit Abstand fast immer die jüngste und so etwas wie ein Einhorn – selten und immer ein Hightlight.»
Themen, die gerade die junge Genaration angingen, wie Klimawandel, Bildung und Altersvorsorge würden oft von Menschen diskutiert, die bei der Umsetzung von Entscheidungen gar nicht mehr selber betroffen sind. Der Verzicht, der von den Menschen abverlangt würde, ist nicht gewollt, sagt Holle und würde dadurch automatisch zwingend auf die neue Generation abgewälzt. Deshalb brauche es mehr junge Menschen in der Politik, die zeigen, wer vom fehlenden Mut betroffen sein wird und entsprechende Bild 2Kompromisse zu finden, um auch in 50 Jahren noch eine lebensfähigen Schweiz kennezulernen. Des Weiteren setzt sich Melanie Holle für mehr Gleichberechtigung für Frauen in der Politik ein. Abschliessend appellierte sie an die Schweiz, ihre Vorreiterolle einzunehmen und für alle Menschen zu kämpfen, egal aus welchem Teil der Erde.

Die Festwirtschaft wurde durch den FC Zeiningen betrieben. Musikalisch sorgte die Musikgesellschaft Zeiningen und «Echo vom Sunnebärg» für Unterhaltung. Für die Kinder stand ein LAmpionumzug auf dem Programm. Die Festrede von Melanie Holle finden Interessierte in ganzer Länge hier: Bundesfeierrede von Melanie Holle in Zeiningen

 

Bild: Melanie Holle hält die Festrede.
Bild 2: Gute Laune in Zeiningen bei der 1.-August-Feier
Foto: Andrea Worthmann