(gf) Trotz des Eröffnungsspiels zur Fussball-Europameisterschaft wurde die Gemeindeversammlung am vergangenen Freitagabend in Zeihen von einer rekordverdächtig hohen Teilnehmerzahl – anwesend waren 93 von 815 Stimmberechtigten – besucht.
Im Publikum waren viele junge Eltern vertreten, die ein grosses Interesse an der Einführung von schulergänzenden Tagesstrukturen hatten. Sie wurden nicht enttäuscht. Die Gemeindeversammlung stimmte der abgestuften Kostenbeteiligung der Gemeinde deutlich zu. Der Ball liegt nun wieder im Feld der Arbeitsgruppe bzw. des neu zu gründenden Vereins. Es wartet viel Arbeit, damit ab Januar 2025 mit dem Angebot gestartet werden kann.
Der Projektierungskredit von 40 000 Franken für den Ausbau der Burristrasse wurde nach kurzer Debatte ebenfalls angenommen, obwohl die Anwohner den Antrag zur Ablehnung empfahlen. Sie vertraten die Auffassung, es brauche aktuell den Ausbau nicht und der finanzielle Aufwand hierfür sei unverhältnismässig. Für die Gemeinde ist die Projekterarbeitung jedoch wichtig, da in diesem Gebiet in nächster Zeit mit privaten Bauabsichten zu rechnen ist. Die Kreditabrechnung für die Ertüchtigung der Regenbecken war ebenso unbestritten, wie die Jahresrechnung 2023 mit einem Ertragsüberschuss 62 674 Franken. Die Finanzministerin durfte ein insgesamt erfreuliches Rechnungsergebnis präsentieren. Budgetiert worden war ein Aufwandüberschuss von 136 670 Franken. Vor diesem Hintergrund kann vorläufig auf eine mehrmals angekündigte Steuerfusserhöhung verzichtet werden. Der Abschluss der Traktandenliste machte eine Bürgerrechtszusicherung, die sehr zur Freude des Gesuchstellers praktisch einstimmig unterstützt wurde.
Die zuvor tagenden Ortsbürger genehmigten die Jahresrechnung 2023 mit einem Ertragsüberschuss von 105 874 Franken. An der Ortsbürgergemeindeversammlung nahmen 29 von 201 Stimmberechtigten teil.