(gm) Mit einer Pünktlichkeit ob welcher die Deutsche Bahn erblassen würde eröffnete Präsident Reto Herzog die ordentliche Generalversammlung und hiess 36 Mitglieder willkommen.
Im Eiltempo konnten die ersten Traktanden abgehandelt werden. Kassier Reto Gander durfte einen erfreulichen Ertragsüberschuss vermelden. In ihren Jahresberichten wussten der Präsident und Jungschützenleiter Mike Lenzin über manches Topresultat zu berichten. Vor allem das Vereinsjubiläum 150+2 wurde gebührend erwähnt. Das Jahresprogramm umfasst 2026 14 Schiessanlässe. Als absoluter Höhepunkt gilt sicher das Eidgenössische Schützenfest in Chur.
Gebi Maier wird neuer Präsident
Alt Präsident Markus Acklin führte gekonnt durch die Gesamterneuerungswahlen. René Jehle und Patrick Wagner wurden neu in den Vorstand gewählt. Die Anwesenden bestätigten Reto Gander, Micha Müller, Mike Lenzin, Nicola Gerber und Gebi Maier für weitere vier Jahre. Präsident Reto Herzog gab nach sieben Jahren seine Demission bekannt. Seine Nachfolge tritt Gebi Maier an. Nach dem Motto «Ehre wem Ehre gebührt» verlieh die Versammlung Reto Herzog die verdiente Ehrenmitgliedschaft. Dieselbe Ehre kam Micha Müller und Gebi Maier zu, welche seit 25 Jahren im Vorstand sind.
Winterausmarsch à la Walde
Traditionsgemäss nutzen die Wölflinswiler Schützen den ersten Sonntag im Februar für den Winterausmarsch. Organisator Stefan Walde versprach den Teilnehmern Spezielles. Und er hielt Wort. Nach dem obligatorischen «Znüni am Füür» ging es mit drei Kleinbussen weiter in die Innerschweiz. In Steinerberg SZ warteten die hiesigen Schützenkameraden bereits mit einem Apéro auf die Fricktaler.
Den Aufenthalt in der urigen Schützenstube lockerte ein Schiesswettkampf auf. Vom Karabiner bis Standartgewehr konnte alles ausgewählt werden. Marco Bon gewann mit sensationellen 458 von 500 möglichen Punkten und erhielt einen riesen Früchtekorb. Zum Mittagessen wurden die Teilnehmer auf dem Hof vom Daniel Reichlin erwartet. Bauernhof und Brennerei zugleich. Die Schüblig mit Risotto mundete wunderbar. Aber auch der zum Kaffee servierte Honig-Williams schmeichelte dem Gaumen und steht seither in mancher Wölflinswiler Hausbar. Zur Unterhaltung aller spielte zusätzlich ein Trio mit Schwyzerörgeli und Bassgeige auf. So spät wie noch selten fand dieser grandiose Winterausmarsch sein Ende und mancher dachte sich: Ach wenn doch nur Samstag wäre.