(ofi) Seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der Weltwassertag statt. Er wurde mit der Agenda 21 der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung von der UN-Generalversammlung beschlossen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto «Gemeinsam schneller zum Ziel». In Wölflinswil findet zum Thema «Pro Wasser – vom Juraquell zum Kieselstein» eine öffentliche Regio-Versammlung statt.
Die grosse und weltweite Bedeutung des Wassers ist tägliche Realität. Der Klimawandel hat Regionen mit Überflutungen zur Folge, plötzlichem Starkregen und in Ländern wie z.B. die Katastrophe in Äthiopien, wo vier Regenzeiten ausgeblieben sind und ein ausgetrocknetes Land hinterlassen haben. Die Folge ist eine Ernährungskrise unabsehbaren Ausmasses. Das Wegziehen gilt für die Einwohner oft als die letzte Option, weil die Hoffnung auf Regen dominant bleibt. Auch wenn wir in unseren Breitengraden noch von einer geradezu guten Versorgung sprechen können, zeigen sich derzeit mehr und mehr bei vielen direkt Beteiligten Sorgenfalten: Gletscherschwund, wenig Schnee, Grundwasserspiegel unter den Erwartungen, Dürre in südlichen Regionen und viele bange Fragen auch bei uns, vorab in Bezug auf die Landwirtschaft. Dank Alpen und Jura, den Seen und Gewässern haben wir gegen 1500 l/m2 und im Fricktal rund 850 l/m2 Wasser pro Jahr. Viele Regionen der Erde müssen mit der Hälfte oder weniger zufrieden sein. Dank dem weiträumigen Waldgebiet und einer meist guten Vegetation haben wir im ländlichen Raum im Aargauer Jura gute Voraussetzungen. Das Wasservorkommen zu schätzen und als erstrangiges Gut zu erhalten, bleibt eine stete und zunehmende Herausforderung. Der Wald und die Wasserversorgung sind und bleiben bei uns dominante Aufgaben der Gemeinden.
Zu «Pro Wasser – vom Juraquell zum Kieselstein» findet am 29. März ab 19 Uhr im Gasthof Ochsen Wölflinswil eine öffentliche Regio-Versammlung statt. Referate von Fachleuten und eine offene Arena für Fragen und Aussprache ist für alle Interessierten offen.